„Momo’s“ führt das Badbuffet in Eggenburg. Özel Muhammet und Erol Altindas überzeugten mit ihrem Konzept. Sie führen schon ein Lokal in Eggenburg.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 28. April 2021 (04:28)
Besichtigten schon das Freibad (von links): Bürgermeister Georg Gilli, Özel Muhammet, Erol Altindas und Stadtrat Stefan Jungwirth.
Stadtgemeinde Eggenburg, Stadtgemeinde Eggenburg

„Momo’s“ wird mit der neuen Saison das Buffet im Freibad übernehmen: Erol Altindas und Özel Muhammet führen seit zwei Jahren das Lokal hinter dem Spar-Markt. Vier Bewerber haben insgesamt Interesse an der Lokalität bekundet.

„Sie haben ein Lokal in Eggenburg, haben das Personal fürs Badbuffet und haben mit ihrem Konzept überzeugt“, begründet Stefan Jungwirth, Stadtrat für öffentliche Einrichtungen, Sport, Freizeit und Umwelt. Familien sollen mit Burger, offenem Eis & Co. am Nachmittag angesprochen werden. Die Längen-Schwimmer sollen vormittags mit Kaffee und Kuchen versorgt werden. „Ich denke, das Konzept wird aufgehen.“

Karl Lind hat bisher das Badbuffet geführt: „Wir haben uns einvernehmlich und überhaupt nicht im Bösen getrennt“, betont Jungwirth. Die neuen Pächter kommen ursprünglich aus Herzogenburg und sind gerade auf Wohnungssuche in Eggenburg. „Sie sind jeden Tag heraußen und voller Tatendrang“, beschreibt Jungwirth. „Wir hoffen, dass wir mit 22. Mai starten können.“

Neue Schattenspender und Beregnungsstation

Zwar eine Woche später als üblich, aber die Zeit wolle man für jegliche Vorbereitungen und Neuerungen nutzen. Bauhofleiter Christian Zeder hat in Eigenregie eine Beregnungsstation errichtet, damit eine braune Steppe zum Grünen gebracht werden kann. Jeder ÖVP-Gemeinderat hat Sonnenschirme gespendet (insgesamt 16), die Stadtgemeinde wird acht weitere finanzieren: „Wir wollen Schatten spenden“, sieht Frühwirth dies als Ergänzung auf der vier Hektar großen Wiese. Das Sprungbecken erhält eine neue Dichtung und wird noch gereinigt.

Die orangefarbene Rutsche wird poliert, „damit sie wieder wie vor 25 Jahren aussieht“. Sitzbänke sind bereits geschliffen und neu gestrichen worden. Ein Wasserspiel ist gerade in Vorbereitung: Der Bauhof und die Linsbauer GmbH mit Sitz in Riegersburg arbeiten daran, finanziert wird dies aus dem Erlös der ÖVP-Punschstände. Der Erdboden ist dafür hinter der Rutsche geebnet worden, ein Elefant ist schon für die Spiele gerüstet, die Wasserrinnen fehlen noch.

„Wir wollen jedes Jahr ein Gerät dazugeben“, herrsche hierbei Einigkeit unter den Fraktionen im Gemeinderat und im relativ jungen Ausschuss-Team. „Wir haben finanziell beschränkte Mittel, aber wir machen das Beste daraus. Ein Schritt nach dem anderen“, führt Jungwirth aus. Viel Herzblut stecke Reinhold Horzynek, der viele Ideen und technisches Wissen hat, ins Bad: „Vieles ist dank ihm möglich“, erzählt der Stadtrat. „Wir machen alles selbst, vom Rasenmähen bis zur Beckenreinigung.“

Sicherheitsgründe: Föhre ist nicht mehr

Eines hat sich noch geändert: Eine 62-jährige Schwarzföhre musste gestutzt werden, zurück blieb der Fuß des Stammes. Äste seien schon abgebrochen und der Förster sprach die Empfehlung für die Sägearbeit aus. Jungwirth selbst tue der Schritt weh, aber die Sicherheit gehe hierbei vor.

Apropos: Je nachdem, welche Bestimmungen vorgeschrieben sind, werden die coronabedingten Auflagen auch 2021 eingehalten werden. Das habe schon im Vorjahr gut funktioniert: „Bei der Rutsche ist’s ein wenig ein Problem“, räumt Jungwirth ein. Das könne aber ausgeräumt werden, indem man den Kindern die Situation auf spielerische Art erklärt. Die Erwachsenen haben von Haus aus Rücksicht genommen: „Das funktioniert zu 99 Prozent. Und es hat keine Beschwerden gegeben.“

Geplant sind wieder Schwimmkurse, die Nachfrage sei 2020 groß gewesen. „Wir hatten über 90 Anmeldungen“ Zwei oder drei Kursen werden deshalb heuer angeboten. Die Eintrittspreise werden übrigens nicht erhöht, obwohl dies die Stadtgemeinde ursprünglich geplant habe: „Wir sind 2020 gut gefahren – und vielen Leuten ist’s heuer wirklich nicht gut gegangen“, begründet Jungwirth, der zum Badaufseher-Team gehört und sich schon auf die Öffnung freut.

„Wir werden eine schöne Saison haben. Das Einzige, worauf wir hoffen müssen, ist, dass wir schönes Wetter haben.“ Ein Satz ist gleich zwei Mal von ihm zu hören: „Das Freibad ist eine Perle – und bleibt eine Perle.“