Konzept für Zubau in Eggenburg steht. „Schlauch“ soll an das alte Sonderschul-Gebäude angebaut werden.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. April 2019 (12:02)
Thomas Weikertschläger
Präsentierten die Pläne für den neuen Eggenburger Kindergarten: Gerhard Sandler (Das Leitwerk), Dieter Wenk (FSE Ruhrhofer & Schweitzer), Bürgermeister Georg Gilli, Sara Galasso (Retter & Partner ZT), Thomas Jedinger (Architekten Maurer & Partner ZT), Stadtamtsdirektor Burkhard Hammer, Stadtrat Martin Neugebauer und Architekt Martin Bernegger (Zieritz & Partner ZT).

Einen Schritt weiter ist die Stadtgemeinde Eggenburg auf dem Weg zum neuen Kindergarten im ehemaligen Gebäude der Sonderschule: Am 10. April wurden mit Architekt Thomas Jedinger sowie Vertretern einiger Firmen die detaillierten Planungen für das Raumkonzept besprochen.

Jedinger (Maurer und Partner ZT) hatte sich mit seinem Konzept im Rahmen des Architektenwettbewerbs nach der Beurteilung durch eine Fachjury durchgesetzt. Geplant ist, einen „Schlauch“ an das bestehende ehemalige Sonderschulgebäude anzubauen, um weitere Platzkapazitäten zu schaffen. Betreten werden soll der neue Kindergarten über ein großzügiges, offenes Foyer. Gleich im Eingangsbereich soll sich dann auf Wunsch von Kindergartenleiterin Inge Edlinger das Leiterbüro befinden. Vom Foyer aus kommt man über einen Stiegenaufgang auch ins Obergeschoß.

„Der Baustart soll im Sommer erfolgen. Mit der Fertigstellung rechnen wir dann im Sommer 2020.“ Bürgermeister Georg Gilli

Im vom Eingangsbereich aus links befindlichen Neubau sind dann in beiden Geschoßen jeweils zwei Gruppenräume mit eigenem Nassbereich, Abstellräumen, einem „Snoozele-Bereich“ und einer überdachten Loggia untergebracht, erzählt Stadtrat Martin Neugebauer (ÖVP).

Im Bestandstrakt werden im Untergeschoß der Raum für die Tagesbetreuungsgruppe sowie ein Bewegungsraum, ein Wickelraum, ein Personalraum, eine Teeküche und ein Technikraum entstehen. Im Obergeschoß des Bestandstraktes werden sich neben einem zweiten Bewegungsraum zwei Multifunktionsräume, ein Wickelraum sowie die bereits bestehende Küche und ein Essbereich finden.

Dank Lift wird auch Schule barrierefrei

Durch den Einbau eines Liftes, der von innen und außen begehbar sein soll, wird der Kindergarten barrierefrei, ebenso die Volksschule, die den Lift auch benutzen kann.

Im Außenbereich wird es nicht nur ausreichend Grünflächen (2.000 m 2 für die vier Kindergartengruppen und 155 m 2 für die Tagesbetreuungseinrichtung) geben, sondern auch überdachte Abstellplätze für Räder und Kinderwägen, ein Außen-WC und Wachmöglichkeit. Die auf dem Grundstück befindliche Laufbahn wird auf das Nachbargrundstück Richtung Mittelschule verlegt, der öffentliche Spielplatz bleibt erhalten. Für den Kindergarten wird es einen eigenen geben.

2,5-Mio-Projekt aus EU-Mitteln finanziert

Auch hinsichtlich Parkplatzsituation hat sich die Stadtgemeinde bereits Gedanken gemacht. Ein Bauplatz in der Eduard-Kranner-Straße soll in eine Parkfläche für die zehn künftig hier arbeitenden Pädagoginnen bzw. Betreuerinnen umgewandelt werden. Im Zuge der Erstellung eines Verkehrskonzepts für das Schulzentrum (die NÖN berichtete bereits über die Planungen) soll in der Busbucht in der Eduard-Kranner-Straße eine Park-Möglichkeit geschaffen werden, um die Kinder über den bestehenden Rad- bzw. Gehweg zum Kindergarten zu bringen.

Die Gestaltung der „Außenhaut“ soll in den nächsten Wochen konkret geplant werden, die Pläne werden im Juni bei einem Infoabend präsentiert.

„Der Baustart soll im Sommer sein, mit der Fertigstellung rechnen wir dann für Sommer 2020“, sagte Bürgermeister Georg Gilli (ÖVP). Der Gemeinderat vergab die Architektenleistungen (220.000 Euro) einstimmig an die „Architekten Maurer & Partner ZT GmbH“. Die Kosten für das knapp 2,5 Mio. Euro-Projekt sollen zur Gänze über EU-Fördermittel aus dem ELER-Fonds lukriert werden.