Ergebnis in Röschitz trotz Krise „erfreulich“. Röschitz verzeichnete im Vorjahr im Finanzierungshaushalt Plus von 140.000 – und plant Sanierungen & PV-Ausbau.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 08. April 2021 (03:43)
Mit dem nötigen Sicherheitsabstand und Masken absolvierten die Mitglieder des Röschitzer Gemeinderates die jüngste Sitzung. Abgehalten wurde sie im Veranstaltungszentrum W4.
privat, privat

Mit allesamt einstimmigen Beschlüssen verlief die Sitzung des Röschitzer Gemeinderates kurz vor Ostern. Unter anderem wurde dabei auch der Rechnungsabschluss für das Jahr 2020 genehmigt.

Während der Ergebnishaushalt ausgeglichen bilanziert wurde, gibt es im Finanzierungshaushalt ein Plus von 137.000 Euro, berichtet Bürgermeister Christian Krottendorfer (ÖVP) über das „erfreuliche“ Ergebnis. Dadurch konnten auch die Rücklagen auf 246.000 Euro aufgestockt werden, jene für den Kanal auf 100.000 Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde stieg von 1,24 auf 1,58 Mio. Euro an.

„Ich hoffe, dass wir in Röschitz im Herbst 2022 mit Glasfaser surfen können.“ Bürgermeister Christian Krottendorfer

Mühlberg wird saniert. Beschlossen wurden auch Vergaben im Straßenbaubereich. So soll im Sommer der Mühlberg saniert werden, in Klein-Jetztelsdorf wird die Gemeindestraße von der Kapelle bis zur B 35 erneuert. Der Auftrag (71.000 Euro) ging an die Firma Held & Francke. Erneuert werden muss auch das Tragwerk der Gemeindebrücke über den Maignerbach in der Weinberggasse.

Bürgermeister Christian Krotten-dorfer.
Martin Kalchhauser, Martin Kalchhauser

Gemeinde setzt Energie-Signal. Mit der Errichtung einer 30kWp auf dem Dach des Veranstaltungszentrums W4 will die Gemeinde ein Signal hinsichtlich Energie- und Umweltpolitik setzen. Der Auftrag für die Errichtung über 26.000 Euro geht an die Eggenburger Firma Neumayer. Besonders positiv: Für die Gemeinde selbst ergeben sich so gut wie keine Kosten. Denn neben einer Landes-Förderung über 5.000 Euro werden 55 Prozent der Kosten durch LEADER-Förderungen gedeckt. „Und für den Rest verwenden wir Mittel aus dem kommunalen Investitionspaket von 2020“, sagt Krottendorfer. Mit der Anschaffung der PV-Anlage wolle die Gemeinde auch Vorbild für Private sein.

Bauplätze ver- und zurückgekauft. Neues gibt es auch von der Bauplatzsituation in der Gemeinde. Während dem Verkauf zweier Bauplätze in Röschitz zugestimmt wurde, mussten zwei Bauplätze in Roggendorf von der Gemeinde zurückgekauft werden. Wie Krottendorfer erklärte, sichert sich die Gemeinde ein Rückkaufsrecht, wenn nicht innerhalb von zwei Jahren gebaut wird. Das sei hier der Fall. Da die Nachfrage nach Bauplätzen aber so groß sei, habe man diesen Schritt gesetzt.

Namen für neue Siedlungsstraßen fix. Fixiert wurden auch die Straßennamen in den neuen Siedlungsgebieten. In der KG Rö-schitz wurde der Name „Am Sonnfeld“ für die neue Siedlung ausgewählt. In Roggendorf wird die neue Siedlung auf Wunsch der Bevölkerung auf „Retsinaweg“ getauft. Generell wolle man in dieser KG, in der es bisher keine Straßenbezeichnungen gibt, dieses System bald ändern.

Auch nach Röschitz kommt ein Löwe. Weitere Beschlüsse waren die Teilnahme am Zertifizierungsprozess zur Familienfreundlichen Region Manhartsberg sowie die Teilnahme am Charity-Projekt des Lions Club Horn. Als mögliche Standorte für den Röschitzer „Löwen“ werden der Platz vor der Gemeinde bzw. beim Veranstaltungssaal ins Auge gefasst.

Glasfaser: Ausbaupläne werden konkret. Zudem gab es laut Krottendorfer zuletzt auch ein Gespräch mit der nöGIG hinsichtlich Glasfaserausbau im „Cluster Röschitz“, zu dem neben drei Röschitzer Katastralgemeinden (nur Klein-Reinprechtsdorf fällt nicht in den Cluster) auch die Katastralgemeinde Stoitzendorf (Eggenburg), Kattau (Meiseldorf) und Wartberg (Straning-Grafenberg) gehören.

Im gesamten Cluster gab es eine Zustimmungsrate von 53 Prozent, in der Gemeinde Röschitz sogar von 59 Prozent. Derzeit läuft die Ausschreibung für einen Generalunternehmer, der soll bis Ende Juni gefunden sein. Dann erfolgt die technische Prüfung des Projektes. Bis Ende August sollen jene Haushalte, die sich für einen Anschluss entschieden haben, Auftragsbestätigungen bekommen. Nach einer Einspruchsfrist soll der Bau dann Mitte Oktober starten. „Nach einer Bauphase von etwa einem Jahr sollten wir dann im Herbst 2022 mit Glasfaser surfen können“, so Krottendorfer.