Sommer mit vielen Höhepunkten auf der Burg Gars. Sofern es die Pandemie zulässt, gibt es neben „Carmen“ Auftritte namhafter Kabarettisten sowie von Pizzera&Jaus.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. März 2021 (03:49)
Oper Burg Gars-Geschäftsführer David Hemetsberger (rechts) und Bürgermeister Martin Falk mit den Veranstaltern Remigius Rabiega und Peter Schilling (von links) beim „Lokalaugenschein auf der Burg.
A. Anker

„Es gibt ja in Zeiten wie diesen nicht sehr viel zum Lachen, daher haben wir das Programm darauf ausgerichtet, die Leute zu unterhalten. Es ist sicherlich für jeden etwas dabei“, verspricht Remigius Rabiega von der Agentur bestmanagement, die für fünf Veranstaltungen – eine im Juni, vier im August – auf der Burg Gars verantwortlich zeichnet. „Natürlich vorbehaltlich der Corona-Bestimmungen, die zu diesem Zeitpunkt gelten werden“, schränkt Rabiega ein.

Otto Jaus (links) und Paul Pizzera sind derzeit das Pop-Erfolgsduo in Österreich. Ihr Auftritt auf der Burg Gars am 20. August dürfte – neben „Carmen“ – der Höhepunkt der Veranstaltungen im Sommer sein.
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Auch David Hemetsberger, seit November des Vorjahres für den Spielbetrieb auf der Burg als Geschäftsführer der Oper Burg Gars GmbH zuständig (sie ist eine hundertprozentige Tochter der für das Areal und die Bauten verantwortlichen Burg Gars GmbH, die wiederum zur Gänze der Marktgemeinde gehört) ist darauf vorbereitet, dass im heurigen Sommer die Babenbergerburg bespielt werden kann.

„Derzeit gehen wir davon aus, dass wir spielen können und beobachten die Situation ganz genau. Wir nehmen natürlich besonderen Bedacht auf die Sicherheit des Publikums und aller Mitwirkenden, lassen aber klarerweise auch die wirtschaftliche Sicherheit nicht aus den Augen.“ Jedenfalls erfolgen die Vorbereitungen wie die – erhoffte – Durchführung in enger Abstimmung mit der Gemeinde und dem Land Niederösterreich.

Entscheidung für Oper „Carmen“ Ende März

Abgestimmt wird das Programm selbstverständlich auch mit Rabiega, der sich vor zwei Jahren erstmals auf der Burg „eingemietet“ hat und auf erfolgreiche Vorstellungen verweisen kann. Daher hat er für heuer noch ausgebaut und will speziell die Jugend einbeziehen, die ja nicht unbedingt als das „Garser Opernpublikum“ bezeichnet werden kann. Das bekommt heuer, so ist es zumindest geplant, ab dem 15. Juli im „Opernhaus des Waldviertels“ Georges Bizets „Carmen“ unter dem Intendanten Johannes Wildner zu sehen und zu hören. Eine endgültige Entscheidung für das gesamte „Theaterfest NÖ“ soll allerdings erst frühestens Ende März fallen.

Pizzera&Jaus erstmals auf der Burg Gars

„Auch wir haben ein besonderes Highlight zu bieten“, ist sich Rabiega sicher, mit dem Auftritt des Erfolgs-Duos Pizzera&Jaus am 20. August mit „Wer nicht fühlen will, muss hören“, das alle ihre bekannten Hits enthält, ein besonderes „Zuckerl“ für Junge und Jung-Gebliebene gefunden zu haben. Eher nachdenklich wird es, wenn Konstantin Wecker zwei Tage zuvor mit „Poesie und Musik mit Cello und Klavier“ kommt.

Eröffnet soll die Saison mit dem Kabarettisten Gery Seidl, der am Freitag, 18. Juni, sein neues Soloprogramm „Hochtief“ vorstellt, werden. Und zum Ausklang sollen Gernot Kulis mit seinem „Best of 20 Jahre Ö3-Callboy“ am 21. August und Stimmen-Imitator Alex Kristan mit „Jetlag für Anfänger – Wer schläft verliert“ am 28. August (so wie alle anderen Vorstellungen mit Beginn um 19.30 Uhr) auf der großen Bühne auftreten.

Vorverkauf trotz Corona bereits gut angelaufen

„Es ist ein ganz tolles Programm“, gesteht auch Bürgermeister Falk den Veranstaltern zu. „Das sieht man auch daran, dass der Vorverkauf schon trotz der Ungewissheit wegen Corona gut angelaufen ist. Ich hoffe, wir dürfen spielen.“ Neben „Carmen“ setzt er auf Pizzera&Jaus. „Da sollten wir ausverkauft sein. Es ist das Beste, was Österreichs Pop derzeit zu bieten hat.“

Infos und Karten ab sofort unter operburggars.at!