Was Ökosysteme tun und wer an ihrem Schutz arbeitet. Die Landwirtschaft verändert sich, der Boden wird mehr versiegelt und Verkehrsnetze zerschneiden die Natur, dazu wirkt sich der Klimawandel schon aus: Ökosysteme, Lebensräume und Arten kommen mehr unter Druck, wie Forschungen der Universität Wien zeigen. Das Interreg-Projekt Magic Landscapes will dem entgegenwirken.

Von Red. Horn. Erstellt am 12. Dezember 2019 (14:25)
Interreg-Projekt: "Magic Landscapes"

Der zweite Workshop dazu war vorige Woche mit Experten, Entscheidungsträgern, Akteure und Partner im Haus des Nationalparks Thayatal. Ihr Ziel ist es, dass das Netz der grünen Infrastruktur in den Bezirken Horn und Hollabrunn sichergestellt ist. Ihre Multifunktionalität sei nicht zu unterschätzen, betonen Thomas Wrbka, Florian Danzinger und Stefan Fuchs von der Universität Wien.

Ökosystem leisten viel für die Menschen

Sie gingen auf erste Forschungsergebnisse ein: Ökosysteme bieten eine breite Palette von Leistungen für die Menschen. Sie sichern etwa den Zugang zu Wasser und Nahrung. Themenbereiche wie Klimaschutz, Gesundheit, Lebensqualität, Forstwirtschaft oder Tourismus werden gleichermaßen berührt. Die Teilnehmer erarbeiteten regionale Handlungsstrategien und Aktionspläne, um lebenswichtige Naturräume kosteneffizient nachhaltig zu schützen und zu verbinden.

Interreg-Projekt: "Magic Landscapes"

In ihrem Fokus stehen Waldökosysteme, ackerbaudominierte Kulturlandschaften, Gewässer, Feuchtlebensräume, Obst- und Weinbaukomplexe, Trockenrasen, Wiesen, Weiden und siedlungsnahe Grünflächen. Mehrere Gruppen behandeln jeweilige Themenkomplexe.

Projekt soll in Raumplanung verankert werden

Die Konzepte werden Institutionen, Gemeinden und Entscheidungsträgern präsentiert, um die grüne Infrastruktur als Teil einer effizienten Raumplanung zu verankern und die gezielte Anwendung in regionalen Pilotprojekten zu unterstützen. Sie sollen zudem eine Entscheidungshilfe für Investitionen in die grüne Infrastruktur sein. Das alles soll ein Beitrag für intakte, vielfältige Grünräume sein, um das Gemeinwohl weiterentwickeln zu können.

Die Workshop-Teilnehmer waren:

  • Agrarbezirksbehörde Hollabrunn
  • Österreichische Bundesforste
  • Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg
  • Natur im Garten
  • NÖ Regional GmbH
  • Freunde des Hollabrunner Waldes
  • Naturschutzbund Regionalgruppe „Oberes Pulkautal“
  • Technisches Büro für Landschaftsplanung: Gabriele Bassler-Binder, Wien
  • Büro für Naturschutzpraxis und Forschung: Leopold Sachlehner, Wien
  • Technisches Büro für Forstwirtschaft: Wolfgang Riener, Geras