Ausstellung als Geburtstagsüberraschung für Künstlerin. „Bruch Spur Zeichen“ mit der Drosendorferin Sabine Müller-Funk & Friends in Wien und später auch in St. Pölten zu sehen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 22. Februar 2018 (05:09)
Martin Kalchhauser
Die Kuratorinnen Maria Christine Holter und Barbara Höller mit Künstlerin Sabine Müller-Funk und Kunstraum Nestroyplatz-Leiterin Christine Janicek vor dem Ausstellungsobjekt „Glastagebuch“ der Drosendorferin.

Mehr als ein Jahr dauerte die Vorbereitung der aktuellen Ausstellung „Bruch Spur Zeichen“ mit Werken der Drosendorfer Künstlerin Sabine Müller-Funk und ihrer Künstlerfreunde (deshalb „Sabine Müller-Funk & Friends“).

Ihrem Gatten Wolfgang Müller-Funk gelang damit gemeinsam mit den Verantwortlichen des Kunstraums Nestroyplatz eine Geburtstagsüberraschung für seine Gattin, die heuer ihren 60er feiert.

Auch Tagebuch in Form eines Glasspeichers als Objekt dabei

Bei der Eröffnung der Schau, bei der die „Friends“ mit je einer Arbeit vertreten sind und die einen Querschnitt durch das Schaffen Müller-Funks zeigt, beschrieb Kuratorin Maria Christine Holter Müller-Funks Arbeiten in den Bereichen performative Kunst, Land-Art (Kunst in der Landschaft) sowie Kunst im öffentlichen Raum.

Gemein sei den Werken, dass es um das Schreiben geht, Spuren und Zeichen gesetzt werden, Glas und andere transparente Stoffe zum Einsatz kommen und alle Medien (Film, Fotografie, Objektkunst, …) erfasst werden.

Der „Bruch“ beziehe sich auf das Material Glas, aber auch auf die Fragilität vieler Arbeiten. Eine „Spur“ hinterlassen Schriften auf Glas, Asphalt und Gras. Holter: „Spuren sind ein Bericht von Anwesenheit dessen, was abwesend ist.“ Ein besonderes Werk sei das (auch in Wien gezeigte) Tagebuch in Form eines Glasspeichers. Tägliche Notizen fanden Eingang in transparente Quader, die gemeinsam zu einem Zeitspeicher wurden. Bei den „Zeichen“ gehe es Müller-Funk sowohl um Schriftzeichen als auch Symbole.

Die Ausstellung „Bruch Spur Zeichen – Sabine Müller-Funk & Friends II“ in St. Pölten (siehe auch unten!) werde wieder ganz anders sein. Dort wird anlässlich der Vernissage dann auch das im Sonderzahl-Verlag erschienene Buch „Bruch Spur Zeichen – der Kraft der Semiose“ (herausgegeben von Wolfgang Müller-Funk und den Kuratorinnen Barbara Höller und Maria Christine Holter) präsentiert.