150.000 Euro Überschuss in Meiseldorf. Auch Holzverkäufe wegen Borkenkäfer sorgen für Plus in Meiseldorf.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 03. April 2019 (06:01)
Thomas Weikertschläger
Bürgermeister Niko Reisel.

Eine flotte Sitzung legte der Meiseldorfer Gemeinderat am 26. März hin: Die zwölf Punkte der Tagesordnung wurden in einer guten Stunde absolviert, die gefassten Beschlüsse fielen allesamt ohne Gegenstimmen aus.

Hauptpunkt der Sitzung war die Beschlussfassung des – wie Bürgermeister Niko Reisel (ÖVP) meinte – erfreulichen Rechnungsabschlusses 2018. Im ordentlichen Haushalt stehen Einnahmen von 1,87 Mio. Euro Ausgaben in Höhe von 1,72 Mio. Euro gegenüber. Damit wurde ein Überschuss von 150.000 Euro erwirtschaftet. Mehreinnahmen für die Gemeinde gab es etwa beim Kostenersatz vom AMS für die Kindergarten-Hilfe, bei der Kommunal- und der Grundsteuer, durch ein Guthaben beim Finanzamt sowie – weniger erfreulich – Holzverkäufe aus dem Gemeindewald, die durch die Borkenkäferproblematik erzwungen waren. Im Forstbereich gab es aber auch Wenigerausgaben bei den Wiederaufforstungsmaßnahmen, die 2018 noch nicht angegangen wurden und künftig Kosten verursachen wird. Auch bei der Instandhaltung im Bereich der Abwasserbeseitigung blieben die Ausgaben unter den Erwartungen zurück.

Schulden auf 1,59 Mio. Euro gesenkt

Im außerordentlichen Haushalt (765.000 Euro) ergab sich ein rechnerischer Soll-Überschuss in Höhe von 143.000 Euro. Als wesentliche Punkte des außerordentlichen Haushalts nannte Reisel das Feuerwehrhaus in Stockern, das Ortskernprojekt mit Jugendtreff, Nahversorger und Veranstaltungszentrum, die Sanierung des Regenwasserkanals oder die Errichtung des Gehsteigs zum Friedhof.

Der Schuldenstand der Gemeinde beläuft sich auf knapp 1,59 Mio. Euro, damit ergibt sich für die knapp 900-Seelen-Gemeinde eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.775 Euro. „Damit liegen wir im Bezirksvergleich unter den besten Gemeinden“, sagte Reisel.

Vergeben wurde auch der Auftrag für Asphaltierungsarbeiten auf einigen Kleinflächen in der Gemeinde. Insgesamt sollen knapp 140 m 2 in den Katastralgemeinden saniert werden, das größte Stück davon betrifft den Augraben in Maigen. Den Zuschlag für die Arbeiten über 10.000 Euro erhielt die Firma Hengel.

Der Meiseldorfer Gemeinderat vergab in dieser Sitzung zudem an die Feuerwehren Stockern und Klein-Meiseldorf jeweils Subventionen über 750 Euro. Die Sportvereine Union Stockern, Union Klein-Meiseldorf und Union Kattau sowie der NÖ Seniorenbund erhalten jeweils 400 Euro.

Verabschiedet wurde auch die Resolution „Der Biber – Baumeister in der Natur oder Plage?“, da es auch in der Gemeinde Meiseldorf zu gehäuftem Auftreten des Tieres kommt. Gemeinsam mit der Boku Wien soll über Fragen der Prävention, des Eingriffs in den Lebensraum bzw. gegebenenfalls Eingriffe in die Population beraten werden.