Freude in Gars: „Uns bleibt Geld übrig!“. Finanzreferentin Daniela Groll freut sich über deutliches Plus.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:48)
Rupert Kornelll
Exakt 333 Seiten umfasst der Rechnungsabschluss für 2018, den Finanzreferentin Daniela Groll fertiggestellt hat.

Eine vor Freude strahlende Finanzreferentin ist nicht unbedingt sehr häufig anzutreffen. In Gars aber schon. Darf doch Daniela Groll verkünden, dass der Rechnungsabschluss, der seit Freitag der Vorwoche (und noch bis 5. März) für alle zugänglich zur Einsicht aufliegt, ein deutliches Plus aufweist. Der wird nach dieser Frist im Gemeindevorstand und schließlich gegen Ende März im Gemeinderat behandelt und beschlossen.

„Wir haben die Einnahmen vorsichtig angesetzt und die Ausgaben gut geplant.“Finanzreferentin Daniela Groll erklärt den Überschuss im Rechnungsabschluss 2018

„Wir haben im Jahr 2018 gut gewirtschaftet, darum sind uns im Ordentlichen Haushalt rund 700.000 Euro übrig geblieben und werden dem Außerordentlichen Haushalt zugeführt“, erklärt sie im Exklusiv-Gespräch mit der NÖN.

Wie das zustande gekommen ist? Dafür führt sie mehrere Punkte ins Treffen: „Wir haben die Einnahmen bewusst vorsichtig angesetzt, haben die Ausgaben gut geplant und zusätzlich Einsparungen tätigen können.“ Das Plus bei den Einnahmen ist zum einen auf die überaus positive Entwicklung der Kommunalsteuer mit 1,1 Millionen Euro zurückzuführen, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Lage, durch höhere Zuweisung von Ertragsanteilen und auch durch Mehreinnahmen von rund 40.000 Euro bei Wasser und Kanal aufgrund des heißen Sommers.

„Außerordentlicher“ fast ausgeglichen

Der Außerordentliche Haushalt habe sich mit rund 2,3 Millionen „recht ausgeglichen“ gestaltet, zu den eingangs erwähnten 700.000 Euro kommen Darlehen von 800.000 Euro, der Rest sind Förderungen. „Damit haben wir aber Vermögen aufgebaut, denn wir haben kräftig investiert.“ Als größte Brocken nennt Groll die Arbeiten für ein barrierefreies Rathaus mit Lifteinbau, Gestaltung und Einrichtung des Bürgerbüros im ersten Stock und vieler weiterer Tätigkeiten, die dort bewerkstelligt wurden und zum Teil auch noch im heurigen Jahr werden.

Zu diesen rund 360.000 Euro kommen noch weitere 100.000 für die Energieoptimierung in der Volksschule, 385.000 Euro für den Straßenbau (Manigfaller und Wiener Straße, Thunau), 260.000 Euro für den Ausbau der Burg und die Vermessung und eine knappe Million für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Wolfshof.

Schuldenstand stieg um rund 50.000 Euro

Standen zu Jahresbeginn 2018 ziemlich genau 9,5 Millionen Euro zu Buche, werden es nach Rückzahlung von 770.000 und Neuaufnahmen von Darlehen mit 820.000 um 50.000 Euro zu Jahresende mehr sein. „Dazu kommt allerdings noch fast eine weitere Million, die aus den gemeindeeigenen Betrieben resultiert“, erklärt Groll. „470.000 für die Burg Gars GmbH und 420.000 für die Kommunal GmbH mit dem Immobilienbesitz der Gemeinde.“

Trotz Investitionen und Schuldentilgung bleiben noch etwa 368.000 übrig („Das kommt aus dem Überschuss von 2017!“), die aber als „eiserne Reserve“ für unvorhergesehene Aufgaben dienen und auf einem Sparbuch schon vorsorglich für 2019 angelegt werden.

Grolls Resümee: „Mit der budgetären Entwicklung können wir sehr zufrieden sein, wir haben Vermögen aufgebaut und dank der vernünftigen Haltung der Ressortverantwortlichen gespart.“ Aber sie mahnt auch zur Vorsicht: „Wir müssen speziell bei den beiden Gesellschaften die weitere Entwicklung im Auge behalten.“