Mühlfelderin entwickelte neue Plattform für Gesundheit. Die Mühlfelderin Michaela Widhalm will mit Online-Plattform Anbieter im Gesundheitsbereich vernetzen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 13. November 2020 (04:18)
Michaela Widhalm will Niederösterreichs Anbieter im Gesundheitsbereich mit ihrer Online-Plattform besser vernetzen.
Thomas
Weikertschläger

Um die breite Palette an Anbietern im Gesundheitsbereich in Niederösterreich besser ersichtlich zu machen – und den Anbietern die Möglichkeit, sich zu präsentieren und zu vernetzen zu bieten – hat die Mühlfelderin Michaela Widhalm die Onlineplattform regional-vital ins Leben gerufen. Wie der Wirtschaftspressedienst berichtete, betreibt Widhalm als Humanenergetikerin das Einpersonenunternehmen (EPU) „Regional-Vital“. Hier können regionale Anbieter im Gesundheitsbereich gesucht und auch gefunden werden.

Warum Widhalm, die gelernte Krankenschwester ist, in Deutschland Pflegewissenschaften und Theologie studiert hat und dann als Ausbildungsleiterin beim Österreichischen Jugendrotkreuz gearbeitet hat, dieses Angebot gestartet hat? Sie selbst hat 2011 die Ausbildung zur Klangmassage-Praktikerin gemacht, spätestens da habe sie gewusst, dass der Gesundheitsbereich ihr Metier sei. „Ich habe selbst gemerkt, wie schwer es ist, als EPU zu überleben“, erzählt sie der NÖN. Viele Kolleginnen seien bei ihren Männern mitversichert und könnten sich keine Werbung leisten. „Diese Frauen sind aber enthusiastisch für das, was sie tun. Sie wollen Menschen helfen“, sagt sie. Und jetzt wolle sie mit ihrer Plattform diesen Kolleginnen helfen. Gerade in der Coronakrise würden viele dieser Damen, wenn sie bei ihrem Mann mitversichert sind, kein Geld aus dem Härtefonds kassieren können. „Es gibt viele, die deshalb ihren Gewerbeschein ruhend gestellt haben“, erzählt sie. Gerade das wolle sie aber mithelfen, zu verhindern: „Keine dieser Damen soll aufgeben müssen, das zu tun, was sie gerne tut.“

Ein weiterer Grund, der sie auf die Idee einer Plattform brachte: Oft wisse man nicht, welche Anwendungsgebiete in der direkten Umgebung angeboten werden.

Schon 45 Anbieter aus ganz Niederösterreich

Zunächst habe sie eine Plattform nur für das Waldviertel angedacht, mittlerweile sind auf ihrer Plattform 45 Anbieter in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung, Persönlichkeit und Lebensraum aus allen Vierteln Niederösterreichs zu finden. Für Widhalm wichtig ist, dass die Anbieter hier nicht nur gelistet sind, sondern ersichtlich ist, was sie genau machen. Ein finanzieller Gewinn ist für Widhalm daher vorläufig nicht drin: „Ich habe wesentlich mehr in die Entwicklung der Plattform stecken müssen, als ich derzeit heraus bekomme“, sagt sie. Langfristig soll dann aber eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten entstehen. Die Anbieter sollen eine Möglichkeit zur Präsentation erhalten, die Klienten einen raschen Überblick über das Angebot in ihrer Region bekommen und „für mich wäre es schön, wenn dann doch einmal etwas übrig bleiben würde“, hofft Widhalm.

Vergeblich suchen wird man auf ihrer Plattform übrigens Therapeuten. Sie wolle ihr Augenmerk auf Anbieter im Bereich der Gesundheitsförderung legen. In eigenen Bereichen können die Anbieter dann auch ihr jeweiliges Angebot ersichtlich machen und aktualisieren. Geplant sind für die Zeit nach Corona auch Vernetzungstreffen der Anbieter.

Als Fernziel setzt sich Widhalm, künftig auch Betriebe mit ihrer Plattform zu erreichen. In Deutschland etwa sei es schon seit 2008 möglich, dass Betriebe, die in die betriebliche Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter investieren, Steuerbegünstigungen erhalten. Sie hofft, dass das auch in Österreich möglich wird und will Betrieben dann Auswahlmöglichkeiten bieten.

Ihre Plattform hat sie übrigens zum riz up Genius Ideen- und Gründerpreis 2020 eingereicht.