„Let‘s Walz“: In Italien in Beruf eingetaucht. Die 18-jährige Kristina Gigl absolvierte Praktikum in Pistoia – und schwärmt über „Bereicherung“.

Von NÖN Redaktion. Update am 06. Januar 2020 (08:35)
Kristina Gigl (3. v. l.) verbrachte ein vierwöchiges Praktikum in Italien. Mit am Bild: Karl Riel, Chef ihres Ausbildungsbetriebes, AKNÖ-Vizepräsidentin Gerda Schilcher und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.
Andreas Kraus

Eine tolle Erfahrung machte die 18-jährige Kristina Gigl aus Horn im Rahmen ihrer Berufsausbildung: Die junge Mitarbeiterin des Ausbildungsbetriebes Riel Metallbau GmbH aus Reinprechtspölla absolvierte ein vierwöchiges Auslandspraktikum in einem italienischen blechverarbeitenden Betrieb, der „Tecno Meccanica srl.“ in Pistoia, einer 90.000-Einwohner zählenden Stadt in der Nähe von Florenz.

Ihre ausgezeichneten Schulerfolge im Lehrberuf „Metalltechnik/Blechtechnik“ sowohl im ersten als auch im zweiten Lehrjahr und die Durchsetzung in dieser beruflichen Männerdomäne seien für Gigl die Grundlage gewesen, diese Herausforderung voll motiviert anzunehmen, ist Firmenchef Karl Riel stolz auf seine junge Mitarbeiterin.

„Würde Praktikum gleich wieder machen“

Sprachliche Vorbildung im WIFI wie auch in der ersten Woche vor Ort, machten den selbst zu organisierenden Alltag für Gigl leichter bewältigbar. „Für mich sind das unvergessliche Erfahrungen, die Region und die Menschen kennengelernt zu haben“, schwärmte sie nach ihrer Rückkehr von ihrem Praktikum.

Bei Ausflügen habe sie viel vom Land und der Kultur sehen können. „Die Weiterbildung im Gastbetrieb, die Arbeitsweise und Maschinen waren wirklich eine Bereicherung. Jederzeit würde ich so einen Auslandsaufenthalt wieder machen“, erzählte sie.

"Für mich sind das unvergessliche Erfahrungen, die Region und die Menschen kennengelernt zu haben"Kristina Gigl

Das Ziel dieser ursprünglich von der Wirtschaftskammer Niederösterreich ins Leben gerufenen und mittlerweile gemeinsam mit der Arbeiterkammer durchgeführten Initiative „Lets´s Walz“ ist, Lehrlingen die Chance zu geben, Arbeitsweisen und Betriebe im Ausland kennenzulernen. „Das stärkt die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein der Lehrlinge und stärkt damit auch deren Ausbildungsbetriebe“, begründete WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl diese Initiative.