Museum Horn: Gedenktafel für Höbarths Geburtshaus. Dass Höbarths Geburtshaus wieder eine Gedenktafel erhält, erhoffte sich das Museum Horn – und wurde nun Realität.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:00)

Das Haus mit der Nummer 35 ist das Geburtshaus von Josef Höbarth. Die Familie Schneider, seine Nachfahren, wohnen mittlerweile dort. Sie montierten bei Renovierungsarbeiten die Höbarth-Gedenktafel ab; damit dennoch sein Andenken gewahrt werden kann, erfolgte am Samstag eine Enthüllung.

Eine neue Glastafel ziert nun das Haus. „Das war schon sehr lange ein Wunsch, dass wir dem Gründer unseres Museums Horn gedenken, auch hier in Reinprechtspölla“, betonte Gilbert Zinsler, Obmann des Museumsvereins. „Das ist eine große Ehre und Freude für uns.“

Höbarth, 1891 geboren, war der Sohn eines Dorfschmieds. Der Postbeamte hegte wie Johann Krahuletz (Eggenburg) ein großes Interesse an der Volkskunde, der Ur- und Frühgeschichte. Zu zweit seien sie oft mit Rucksack und Krampen gesichtet worden, erzählt ein Gast. Dessen Großmutter aus Reinprechtspölla hat das beobachtet.

Höbarth hatte eine große Sammlung, die beinahe nach Wien gekommen wäre, hätten sich Horner Bürger 1930 nicht für die Gründung eines Museums eingesetzt. Die alte Mamor-Gedenktafel aus Reinprechtspölla hängt inzwischen in einem kleinen Raum im Museum Horn: Die Nische zeigt zudem, wie der Archäologe gearbeitet hat. Die feierliche Eröffnung erfolgte ebenso am Samstag. Und: Zinsler gab bekannt, dass die Kulturparkhalle des Museums in Josef Höbarth-Halle umbenannt wird.