Neues Heim für die Landjugend. Die Landjugend Burgschleinitz steckte bereits 1.000 freiwillige Stunden in Sanierung des alten Schüttkastens.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. Juli 2019 (04:32)
Thomas Weikertschläger
Eröffnen ihr neues Jugendheim in Reinprechtspölla am 20. Juli mit einem „Summafest“: Kathi Winkler, Raphi Winkler, Anita Ullreich, Dominik Huber und Leiterin Sabrina Ullreich (von links).

Bald haben sie es geschafft – die knapp 40 Mitglieder der Landjugend Burgschleinitz richten sich derzeit im ehemaligen Schüttkasten in Reinprechtspölla ein neues Jugendheim ein. Bereits mehr als 1.000 freiwillige Arbeitsstunden haben sie in das Projekt investiert.

Begonnen hat man mit den Umbauarbeiten schon im April 2018, erzählt Leiterin Sabrina Ullreich. Die Räumlichkeiten, die den Jugendlichen vom Stift Klosterneuburg zur Verfügung gestellt werden, befanden sich davor in schlechtem Zustand. „Uns war klar, dass wir da ordentlich anpacken werden müssen, wenn wir möchten, dass wir hier Jugendliche herbekommen“, erinnert sich Ullreich. Denn die Landjugend Burgschleinitz, die 2015 gegründet wurde, bemüht sich, die zahlreichen Jugendgruppen der Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring mit all ihren Katastralgemeinden unter einen Hut zu bringen.

„Wir haben ordentlich angepackt. Da waren auch die Mädels mit Schlagbohrern am Werk.“ Landjugend-Leiterin Sabrina Ullreich

Im Rahmen der Landjugend-Aktion „Tatort Jugend“ ging man dann daran, die Räumlichkeiten „hübsch zu machen“. Nachdem zwei Mauern im Bereich der ehemaligen Küche niedergerissen worden waren („Da waren auch die Mädels mit Schlagbohrern am Werk“), ging es ans Verlegen der Elektro-Leitungen.

Auch eine HDMI-Leitung für einen Beamer wurde verlegt, dann wurde wieder verspachtelt, verputzt, gestrichen und gemalt. Außerdem wurden neue Böden verlegt und eine neue WC-Anlage in jenen Räumlichkeiten, in denen früher eine Küche und die Sanitäranlagen untergebracht waren, eingebaut. Außerdem lebten die Jugendlichen auch ihre Kreativität aus, etwa beim Bau eines Tisch-Unikats aus Paletten. Jetzt stehen noch die letzten Fertigstellungsarbeiten an. So werden sich die Jugendlichen selbst eine Bar bauen.

Bei den Arbeiten wurde – soweit nicht von den Jugendlichen selbst durchgeführt – auf Firmen aus der Gemeinde zurückgegriffen. Auch die gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Sebastian Schmölz und dem Stift Klosterneuburg sowie mit dem Pfarrgemeinderat strich Ullreich hervor. Als Gegenleistung dafür stellen die Jugendlichen während der gleichzeitig stattfindenden Renovierung der Pfarrkirche Reinprechtspölla (die NÖN berichtete) den größten Raum ihres Jugendtreffs als Ausweichquartier für die Messen zur Verfügung.

Eröffnung am 6. Oktober

Künftig sollen hier regelmäßige Treffen für die Jugendlichen der Gemeinde stattfinden. Möglich ist der Beitritt zur Landjugend bereits ab 14.

Die offizielle Eröffnung des neuen Jugendheims wird am 6. Oktober mit den Vertretern des Stifts Klosterneuburg gefeiert. Bereits am 20. Juli laden die Jugendlichen ab 18 Uhr zum „Summafestl“ mit Burger-Spezialitäten, Vinothek, Spritzerbar und Traktor-Hüpfburg. Und auch dabei blicken die Jugendlichen in die Zukunft: „Wir wollen zeigen, dass man auch ohne Mist feiern kann“, sagt Ullreich. Daher wird auf Plastikbecher oder Plastikbesteck verzichtet.