Nachbarschaftshilfe Plus: Projekt wird ausgebaut. Sozialprojekt will künftig auch bei bürokratischen Angelegenheiten helfen und Themenabende anbieten. 79 Helfer stehen im Dienst der Bevölkerung.

Von Martina Hofer. Erstellt am 08. Februar 2020 (06:12)
Das Sozialprojekt geht in die zweite Runde und bietet künftig auch Hilfe bei bürokratischen Fragen und Themenabende an. Im Bild: Maria Knaim und Christa Engel.
Verein Mit euch - für euch

Das Projekt Nachbarschaftshilfe Plus wird ausgeweitet: In Zukunft sollen auch Themenabende angeboten werden oder Hilfe bei bürokratischen Angelegenheiten.

Die Betreuung von älteren Menschen hat viele Facetten. Neben Hausarbeit und Pflege zählen auch Gesellschaft leisten und Unterstützung in verschiedensten Bereichen dazu. Für Bürgermeister Günter Kröpfl ist es ein spannendes und tolles Projekt im Waldviertel.

„Das Projekt ist toll, weil es so simpel aufgebaut ist“

„Es haben sich zu Beginn gleich sehr viele Freiwillige gemeldet. Die ältere Bevölkerung war zunächst eher skeptisch, weil es nichts kostet, aber mittlerweile wird das Angebot gut angenommen, da es der älteren Bevölkerung Sicherheit gibt.“ Kröpfl betont das die Nachbarschaftshilfe Plus aber keine Konkurrenz sein möchte zu Einrichtungen wie der Caritas oder dem Hilfswerk.

„Das Projekt ist toll, weil es so simpel aufgebaut ist“, sagt Projektleiterin Doris Maurer im Gespräch mit der NÖN. „Die Zielgruppe sind jene Menschen, die sich vielleicht noch etwas scheuen, um Hilfe zu bitten. Personen über 70, die ein wenig Unterstützung brauchen oder zwischenmenschliche Kontakten suchen. Wir sind kein reiner Taxidienst.“

Über die Büro-Mitarbeiter der Koordinationsstellen der einzelnen Bezirke, werden die 79 Helfer eingeteilt. „Das stellt sicher, dass jeden Tag jemand erreichbar ist und niemand in eine Abhängigkeit gerät“, sagt Maurer. Über 13.000 Kilometer wurden bereits gefahren und rund 700 Dienste absolviert. Etwa 50 Klienten nutzen das Angebot durchschnittlich.

Der Verein „Mit euch - für euch“ hat 2018 und 2019 erste Maßnahmen in Form eines Pilotprojekts in den Gemeinden Pölla und Röhrenbach umgesetzt. „Es ist großartig, dass es so viele Ehrenamtliche gibt, die mit Freude ihren Beitrag zum Wohl anderer leisten“, betont Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

Zwei weitere Gemeinden steigen in Projekt ein

Aufgrund der positiven Resonanz wurde dieses Angebot auf die Gemeinden Rastenfeld und Lichtenau ausgeweitet. Ziel des Folgeprojekts ist es, hilfsbedürftige, ältere Menschen bestmöglich durch und nachbarschaftliche Hilfestellungen zu unterstützen. „Um dieses Ziel zu erreichen, fördern wir die Freiwilligenarbeit in den Gemeinden, Informationsaktivitäten über regionale und landesweite Unterstützungsangebote im Sozial- und Gesundheitsbereich und die Vernetzung aller Beteiligten“, erklärt Landtagsabgeordneter Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal.