Winzer räumten bei Retzer Weinwoche wieder ab. Mathias Ruttenstock holt Platz vier in der Winzerwertung. Sortensiege für die Weingüter Edlinger und Gruber.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 24. Juli 2020 (05:37)
Freude über die Erfolge bei der Retzer Weinwoche herrschte – trotz „Corona-Abstand“ – bei Hannes Edlinger, Maria Gruber und Mathias Ruttenstock (von links).Weikertschläger
Thomas Weikertschläger

Auch wenn die Retzer Weinwoche heuer coronabedingt etwas anders abläuft als gewöhnlich, die Winzer aus dem Bezirk Horn konnten auch heuer die gewohnten Erfolgserlebnisse erzielen.

Besonders die Röschitzer räumten wieder groß ab. Mathias Ruttenstock, im Vorjahr mit Rang elf schon unter den besten dieser Wertung, wurde heuer bei den „Top-Weingütern“ auf Rang vier bewertet. Für diese Wertung wird der Durchschnitt aller eingereichten Weine gewertet. „Das ist eine schöne Bestätigung, dass wir in der ganzen Bandbreite qualitativ hochwerte Produkte bieten können“, freute sich Mathias Ruttenstock. Gleich fünf der sieben eingereichten Weine wurden in ihren Kategorien in den „Kreis der Besten“ gewählt.

22 Weine aus Bezirk im „Kreis der Besten“

Aus diesem erlesenen Kreis werden dann in einer weiteren Bewertung von einer anderen Jury die „Sortensieger“ – also die besten ihrer Kategorie – gekürt. Der Weinhof von Hannes Edlinger gewann den Sortensieg in der Kategorie „Sortenvielfalt Weiß, Halbtrocken & Lieblich“ mit dem „Chardonnay Qualitätswein vom Stein 2019“. Das Weingut Ewald Gruber überzeugte mit dem „Chardonnay Eiswein 2017“ und holte den Sortensieg in der Kategorie „Süßwein“. Außerdem platzierten sich 13 Winzer aus dem Bezirk Horn mit insgesamt 22 Weinen im „Kreis der Besten“ (siehe Infos unten).

Die Prämierung der ausgewählten Weine erfolgt heuer am Samstag, 29. August, ab 10 Uhr in etwas anderem Rahmen als gewohnt am Retzer Hauptplatz. Danach öffnen von 11 bis 19 Uhr die Winzer ihre Höfe, damit sich Weinliebhaber durch die angebotene Palette kosten können. Das große Plus in Röschitz: Hier können gleich mehrerer Winzer auf einem Fleck besucht werden – und das sei die große Stärke der Röschitzer Winzer: „Wir profitieren einer vom anderen“, meint Ruttenstock.

Die heurige Wettersituation schätzen die Röschitzer Winzer übrigens als nahezu „perfekt“ für den Weinbau ein. Es gebe sowohl genug Wasser als auch Sonne, sind sich Hannes Edlinger und Maria Gruber einig. Es habe schon lange Jahre nicht ein so gutes Wachstum gegeben, sagt Matthias Ruttenstock. Die fehlende Hitze – und damit die Tatsache, dass sich die Böden nicht so stark erhitzen – sei besonders für den Grünen Veltliner und generell die Säurestruktur in den Weißweinen positiv.