ÖVP legt drei Sitze zu. Die Türkisen stellen künftig 16 Gemeinderäte in Röschitz. SPÖ ist mit drei Sitzen zufrieden und bietet Kooperation an.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 28. Januar 2020 (12:17)
Der Röschitzer Bürgermeister Christian Krottendorfer (3. von links) und Gemeindeparteiobmann Peter Hüttl (rechts) heißen Gerald Manschein, Daniela Neumayer, Stefan Fasching, Petra Deutenhauser und Franz Asenbaum (von links) als neue ÖVP-Gemeinderäte willkommen.
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Mit Spannung erwartet worden war der Urnengang am 26. Jänner in Röschitz: Nachdem die SPÖ 2015 sechs der 19 Mandate geholt hatte und wenige Monate später geschlossen aus dem Gemeinderat ausgezogen war, trat die SPÖ diesmal zwar wieder an. Das Rätselraten um die „unbekannte Spitzenkandidatin“ Emine Gül brachte aber in den vergangenen Tagen etwas Pfeffer in den Röschitzer Wahlkampf.

Alfred Quirtner wird Vizebürgermeister bleiben.
MK

Am Ende darf sich das Team von Bürgermeister Christian Krottendorfer als klarer Sieger fühlen. Die ÖVP legte drei Mandate zu, baute den Stimmenanteil von 66,9 auf 81,6 Prozent klar aus. „Natürlich ist das ein super Ergebnis. Es spiegelt die Arbeit, die wir in den vergangenen fünf Jahren geleistet haben, wider“, zeigte sich Krottendorfer zufrieden. Ein Erfolgsfaktor sei die gute Kommunikation mit der Bevölkerung gewesen, es sei gelungen, Themen, die den Bewohnern der Gemeinde wichtig sind, in das Programm der ÖVP aufzunehmen. Einen Seitenhieb auf die SPÖ konnte er sich nicht verkneifen: „Die Bürger schätzen es einfach wert, wenn man arbeitet und sich nicht zuerst wählen lässt und sich dann vor der Verantwortung drückt.“

Daher sei für ihn der Zugewinn auch nicht sonderlich überraschend gekommen. „Wenn wir nicht zugelegt hätten, hätten wir – und auch ich mich als Bürgermeister – selbst in Frage stellen müssen“, sagte Krottendorfer.

Stross, Moser & Dosch ziehen für SPÖ ein

Die SPÖ zeigte sich indes mit dem Abschneiden in Röschitz zufrieden, auch wenn man mit 18,4 Prozent wesentlich schlechter abschnitt als 2015, als es 33,1 Prozent für die SPÖ gab. „Für uns sind das drei gewonnene Mandate“, sagte Bezirks-Vorstzender Josef Wiesinger. Nachdem sich die Röschitzer Ortspartei 2015 „unverständlicher Weise“ entschlossen habe, die Arbeit im Gemeinderat einzustellen, habe man nun mit neuen Kandidaten einen Neustart versucht. „Wir haben eigentlich bei Null begonnen, wären mit zwei Mandaten zufrieden gewesen. Jetzt sind es sogar drei“, zeigte sich Wiesinger zufrieden. Wenn man vier Jahre nicht vertreten sei, könne man nicht erwarten, das Ergebnis der Wahl 2015 als Vergleichswert heranzuziehen.

Gül wird übrigens ihr Mandat nicht annehmen, wie Regionalgeschäftsführer Josef Kromsian mitteilte. Stattdessen werden Renate Moser, Peter Stross und Paul Dosch in den Gemeinderat einziehen. Sie wollen sich, so sagt Kromsian, mit aktiver Mitarbeit einbringen und vor allem darauf schauen, „dass wieder Ruhe im Röschitzer Gemeinderat einkehrt“.

Krottendorfer, der seit der Wahl 2015 an der Gemeinde-Spitze steht und damals als Spitzenkandidat 6,2 Prozent und ein Mandat gewonnen hatte, sieht das Ergebnis auf alle Fälle als große Motivation für die Arbeit in den kommenden fünf Jahren. Erledigen will er diese Arbeit mit einem frischen Team mit fünf Neuen. Als Vizebürgermeister wird ihm weiterhin Alfred Quirtner zur Seite stehen.