Startschuss für Zentrum: „Großer Sprung“ für Gemeinde. Projekt in Realisierungsphase. Haus wird Veranstaltungssaal, Vinothek und Gastronomie beherbergen.

Von Irene Tutschek und Martin Kalchhauser. Erstellt am 20. August 2017 (05:44)
Irene Tutschek
Die Freude darüber, dass es nun endlich losgeht, ist unbeschreiblich groß: Beim Start für den Bau des Veranstaltungssaales mit Gastronomie und Vinothek in Röschitz griffen Nationalratsabgeordneter Werner Groiss, Bürgermeister Christian Krottendorfer, Projektleiter Architekt Robert Oberhuber, Landesrat Ludwig Schleritzko sowie Landtagsabgeordneter Jürgen Maier (von links) gemeinsam zur Schaufel.

„Ein kleiner Spatenstich für die Menschheit, aber ein großer Sprung für die Gemeinde Röschitz.“ So könnte man das bekannte Zitat des ersten Mannes auf dem Mond, Neil Armstrong, angesichts des offiziellen Baubeginns für den Veranstaltungssaal in der Weinbaugemeinde abwandeln.

„Ein sehr steiniger und steiler Weg“

Denn nach drei Jahre dauernden Bemühungen wurde der Startschuss für das heiß diskutierte Veranstaltungszentrum, das im Bereich des sogenannten Ziegelstadls Platz finden wird, abgegeben.

„Es war in der Vergangenheit eine große Herausforderung sowie ein sehr steiniger und steiler Weg, aber wir haben es geschafft. Die Ausschreibungen sind gemacht und die Aufträge vergeben“, schilderte Bürgermeister Christian Krottendorfer euphorisch bei seiner Ansprache. „In einem Jahr wollen wir das Baby aus der Taufe heben und den Pächtern Natalie Sumerauer und David Diekmann übergeben.“

Vinothek wird im Haus das Herzstück sein

Das Veranstaltungszentrum bietet nicht nur reichlich Platz für Konzerte und diverse Feiern, sondern auch eine Vinothek (Arbeitstitel „Vinoptikum“), in der 42 Winzer 285 Weine aus der Region präsentieren werden.

Über das Engagement der Winzer freute sich Reinhard Zöchmann, der Vizepräsident des Niederösterreichischen Weinbauverbandes, besonders: „Im westlichen Weinviertel gibt es keine Vinothek, daher bin ich sehr begeistert davon, und der Platz könnte nicht besser sein.“

Das polititsch heiß umstrittene Veranstaltungszentrum – NÖN-Leser erinnern sich an die Volksbefragung sowie den heftigen Widerstand der SPÖ-Fraktion, die daran zerbrach – wird eingebettet in einer Weinlandschaft stehen. Architekt Robert Oberhuber aus dem Büro Zieser, ist Projektleiter und wird auch die örtliche Bauaufsicht wahrnehmen: „Das Ganze ist auch für uns ein einzigartiges Projekt. Wir wollen einen Pavillon errichten, ein Schmuckstück, in dem viel Freude gelebt wird. Der Besucher soll einen Ausblick auf die Weinfelder in alle Richtungen genießen können. Es wird ein spartanischer Bau, der mit viel Holz und warmen Oberflächen ausgestattet ist.“