11.000 blickten in die Schlafzimmer. Weniger Gäste als 2016, aber viel Begeisterung. Bühnentechnik machte Mucken.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. August 2017 (04:09)
Sommernachtskomödie/Anna Stöcher
Turbulente Szenen in drei Schlafzimmern gab es heuer auf der Rosenburg. Da war es bei Babett Arens (als „Delia“, links) und ihrer Schwiegertochter (Elke Winkens als „Susannah“) im gemeinsamen Bett direkt geruhsam.

Mit knapp 11.000 Besuchern war das Stück „Schlafzimmergäste“, das heuer bei der Sommernachtskomödie auf der Rosenburg gespielt wurde, weniger erfolgreich als die „Kalender Girls“ des Vorjahres.

„Stück und Akteure sind sehr gut angekommen“

„Das Feedback war durchwegs positiv, das Stück und die Akteure sind sehr gut angekommen“, zieht Intendantin Nina Blum eine positive Bilanz über die Saison. „Natürlich waren wir mit 15.000 Besuchern im Vorjahr verwöhnt, aber im Vergleich zum ersten Jahr mit knapp 9.000 Gästen bin ich zufrieden.“

Martin Kalchhauser
Intendantin Nina Blum: weniger Zuschauer als 2016, aber durchwegs gutes Feedback.

Das Team habe hervorragend harmoniert. „Einige der Schauspieler möchte ich auch nächstes Jahr wieder besetzen“, plant Blum bereits für 2018. „Ich bin ein großer Freund von Stamm-Ensembles, zu dem dann immer wieder Neue dazukommen!“ Heitere Turbulenzen sind auch 2018 garantiert: Auf dem Plan steht „Monsieur Claude und seine Töchter“ (Philippe de Chauveron & Laurent Guy).

Die geniale Bühnenkonstruktion, für die Regisseur Marcus Ganser verantwortlich zeichnete, machte bei einer der Vorstellungen des vorletzten Wochenendes Mucken. Wegen eines technischen Defekts ließen sich die Wände nicht wie vorgesehen hinunterklappen, um den Blick in die Schlafzimmer freuzugeben.

Als sich ein Gast erbötig machte, mit dem Ensemble Hand anzulegen, um die Seitenteile hinunterzuziehen, stockte dem Publikum der Atem: Eine der Wände sauste auf den Mann hinab, der sich zum Glück rechtzeitig in einer der Vertiefungen im Boden in Sicherheit bringen konnte. Bei den letzten Vorstellungen blieben die Wände dann von Beginn an heruntergeklappt.