„Adel verzichtet“: Familie Hoyos auf Servus TV. Familie Hoyos berichtet in Fernseh-Doku über Erhaltung der Rosenburg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Oktober 2020 (04:49)
Für die Ausgabe von „Heimatleuchten bei Servus TV“ (Alexander Saran von Degnfilm, links) führte Markus Hoyos im Bild mit Tochter Anna (von links) durch die Schlösser und Burgen der Adelsfamilie Hoyos.
Reininger

Adel verpflichtet bekanntlich – doch wie sehen diese Verpflichtungen abseits des glamourösen Lebens aus? Wie finanziert man den Erhalt eines Renaissance-Schlosses, wie lebt es sich im Alltag in edlen, alten Gemäuern wirklich und wie viel Glamour und Arbeit stecken tatsächlich hinter den Fassaden der Adelswelt? Ein Einblick in das Leben von drei österreichischen Familien des Hochadels und in ihr Leben hinter ehrwürdigen Mauern.

Am 9. Oktober im TV

Mit diesem Thema beschäftigt sich die Sendung „Adel verzichet“ aus der Reihe „Heimatleuchten: Schlösser, Burgen, Blaues Blut“, die am Freitag, 9. Oktober, auf Servus TV ausgestrahlt wird. Mit dabei auch die Rosenburg und die Familie Hoyos. Burg-Besitzer Markus Hoyos hat in den letzten Jahren über zwölf Millionen Euro investiert, was die Rosenburg, die seit 1681 im Familienbesitz ist, auch zu einer der am besten erhaltenen Burgen macht.

Die Finanzierung des Erhalts der Rosenburg, des Schlosses Drosendorf und des Schlosses Horn, in dem Familie Hoyos lebt, erfolgt traditionell über den mit den Herrschaften verbundenen Waldbesitz. Dieses alte Modell ist aber durch die Klimaerwärmung stark gefährdet. „Wir haben jetzt schon eine Erwärmung in unserer Gegend von über zwei Grad und das ist erst der Anfang. Unser Hauptbaum, die Fichte, ist schon großflächig abgestorben, die Bäume sind so geschwächt, dass sie für den Borkenkäfer leichte Beute sind, weil sie zu dessen Abwehr nicht mehr genug Harz produzieren können. Es dauert drei Generationen, bis der Wald wieder Ertrag bringt: Temperaturmäßig wird Zwettl immer mehr wie Athen, das erleben wir noch in dem Jahrhundert. Natürlich mache ich mir Sorgen und suche nach Alternativen.“

Seine Frau Petra Hoyos, eine erfolgreiche Unternehmerin, teilt die Sorgen ihres Mannes und sieht im Erhalt der drei Herrschaften im Familienbesitz auch einen schweren Rucksack für ihre Kinder.