Sommernachtskomödie: Mit „Amadeus“ zum Erfolg. Peter Shaffers Theaterstück über die Beichte Salieris, er sei schuld am Tod Mozarts, ist vom 27. Juni bis 4. August auf der erneuerten Rosenburg-Bühne zu sehen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 18. Mai 2019 (04:30)
Rupert Kornell
Kündigten die Sommernachtskomödie 2019 – gespielt wird „Amadeus“ – an: Constanze Mozart (Eva Mayer), Antonio Salieri (Ljubisa Grujcic), Intendantin Nina Blum, Regisseur Marcus Ganser, Wolfgang Amadeus Mozart (Matthias Mamedof) und Kaiser Joseph II. (Rudi Roubinek, von links).

„Das Stück wird ein wenig Aufschluss geben, ganz lösen können wir das Rätsel Mozart aber nicht“, stellte Nina Blum, Intendantin der Sommernachtskomödie Rosenburg, an den Anfang ihrer Ausführung vor Medienvertretern im Blüthner-Klaviersalon Wien über „Amadeus“, das heuer auf der neuen Bühne, die umgeben sein wird von einer neuen Tribüne, vom 27. Juni bis 4. August, immer von Freitag bis Sonntag, zu sehen sein wird.

„Zum fünfjährigen Jubiläum spielen wir eine Komödie, die in einen spannenden Theaterkrimi mündet“, verrät Blum. „Denn ,Amadeus‘ handelt von der Rivalität zwischen dem musikalischen Genie Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Konkurrenten, dem Wiener Hofkomponisten Antonio Salieri.“ Dieser legt nämlich die Beichte ab, für Mozarts Tod verantwortlich zu sein. „Dieser Konkurrenzkampf bis zum bitteren Ende“, schlägt Blum eine Brücke vom ausgehenden 18. Jahrhundert (Mozart starb im Jahr 1791) in die Gegenwart, „ist auch der in unserer Zeit, in der es ständig um das Erreichen von Karriere-Zielen und persönlichen Fortschritten geht.“

Film „Amadeus“ mit acht Oscars prämiert

Grundlage ist das Theaterstück des Engländers Peter Shaffer, das vor 34 Jahren von Milos Forman grandios verfilmt und mit acht Oscars ausgezeichnet worden war. Salieri wird als Opernkomponist gefeiert, bis der junge Mozart auftaucht und eine Bedrohung wird. Er ist der Einzige, der das überirdische Talent „Wolferls“ erkennt, begreift aber gleichzeitig, dass alles, was er selbst komponiert, nichts ist im Vergleich zu jenen Melodien, die Mozart mit einer Leichtigkeit sondergleichen auf das Notenblatt bringt.

„Ich bin überzeugt, dass wir wieder den Geschmack des Publikums getroffen haben und wir unseren Erfolgslauf – von 2015 an haben wir die Zuschauerzahlen von 9.000 auf 15.000 geschraubt – fortsetzen werden“, ist sich Blum sicher.

Garant dafür sollte auch wieder Regisseur Marcus Ganser sein und ein Ensemble mit so bekannten Namen wie Rudi Roubinek als Kaiser Joseph II. oder Elisabeth Engstler als Venticelli, Mozart spielt Matthias Mamedof, seinen Gegenspieler Salieri Ljubisa Grujcic. Ganser zeichnet auch für die Bühne verantwortlich, die in Form einer Violine zu sehen ist.

Erstmals gibt es auch Sommernachtskabarett

Mit einer Neuigkeit kann die Intendantin noch aufwarten: Heuer wird es erstmals dreimal ein Sommernachtskabarett geben: Am 10. Juli steht Angelika Niedetzky mit „Pathos“ auf der Bühne, am 18. Juli Elisabeth Engstler mit „Lizzy & Elisabeth“ und am 25. Juli Nina Blum mit Martin Oberhauser in „Jetzt oder nie“. Das ist, wie die Intendantin betont, ein Versuch, der, wenn er vom Publikum entsprechend angenommen wird, durchaus Chancen auf Fortsetzung hat.