Vom Bauer zum Werbe-Chef. Nachdem er schon als Landwirt mit Programmieren Erfolg hatte, sattelte Franz Kaindl beruflich um.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Oktober 2019 (13:16)
Weikertschläger
Franz Kaindl und Christa Fally mit ihrer neuesten Errungenschaft, Plakat- und Planschnelldruckmaschine mit Schneidefunktion und Großflächenscan

„25 Jahre – und kein bisschen leise“: So könnte man die Firma „EDV Kaindl & Die Werbemacher“ umschreiben. Und mit genau diesem Elan feiert das Unternehmen von Franz Kaindl ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Schon ehe das Unternehmen mit der Gewerbeanmeldung 1994 als „Dienstleister in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ los legte, hatte der damalige Landwirt Kaindl mit der Entwicklung von Software für den Agrarbereich begonnen: „Mir haben die damals verfügbaren Programme nicht gefallen.

Da habe ich mich entschlossen, mir selber eins zu machen. Und dann bin ich gefragt worden: ,Warum verkaufst du das nicht?‘“, erinnert er sich zurück. Was dann 1994 auf 3,5m2 begann, erstreckt sich heute auf eine Produktionsfläche von 280m2. 1998 stellte Kaindl den ersten Mitarbeiter ein, ein Jahr später erweiterte er den Firmenschwerpunkt vom Agrarbereich auf den Firmen- und Privatbereich, ein zweiter Mitarbeiter wurde eingestellt. Bis 2002 wurden mit insgesamt vier Mitarbeitern und sechs Partnerfirmen weitere Hard- und Softwarebereiche erobert. So wurden die Gemeinden und Schulen der Umgebung EDV-technisch betreut sowie eine große Zahl an Betrieben und mehr als 3.000 Hard- und Softwarekunden in ganz Österreich.

Schwerpunkt wurde auf Werbeagentur gelegt

Um Firmenkunden ein noch besseres „All-Inclusive-Service“ bieten zu können, wurde 2004 der Bereich „Copy-Shop und Digitaldruck“ erweitert. Im gleichen Jahr stellte Kaindl die Software-Entwicklung ein und konzentrierte sich auf den EDV-Handel und den Digitaldruck. 2014 wurde das Unternehmen um eine Werbeagentur inklusive Großflächendruck erweitert, auf der seit heuer der Firmenschwerpunkt liegt. Der EDV-Bereich wird nur noch für Stammkunden betrieben.

Heute kann man bei Kaindl von der einfachen Visitenkarte bis zum Banner, Roll-Ups, Bautafeln und Autobeschriftungen alles bekommen, was das Werbeherz begehrt. Besonders stolz ist Kaindl, dass er gemeinsam mit Mitarbeiterin Christa Fally alle Aufträge („außer Großmengen oder ganz spezielle Aufträge“) in Rothweinsdorf von der Grafik bis zum Endprodukt im eigenen Haus produziert. Bei der großen Kundenzahl kommt auf die beiden dabei eine ganze Menge Arbeit zu: „Wir sitzen schon häufig am Abend oder in der Nacht dabei“, erzählt Kaindl. Wichtig sei es, Spontanität und Flexibilität an den Tag zu legen, um die häufig auch sehr kurzfristig geäußerten Kundenwünsche zur Zufriedenheit erledigen zu können. Ein Großteil der Kunden kommt übrigens aus den drei Bezirken Horn, Waidhofen und Zwettl, aber auch aus Oberösterreich oder der Gegend um Wien.

Jubiläum wird am 25. und 26. Oktober gefeiert

Seit dem Vorjahr steht bei Kaindl eine neue Plakat- und Planschnelldruckmaschine mit Schneidefunktion und Großflächenscan bis 115cm und automatischer Digitalisierung zur Verfügung, mit der große Pläne gescannt und als PDF gespeichert sowie Plakate von A2 bis A0 im Schnelldruck gefertigt werden können.

Damit kann Kaindl die Wünsche von Firmen, Vereinen oder Privatpersonen vom Logo über Visitenkarten und Flyer bis hin zum personalisierten Kaffeehäferl erfüllen. Auch individuelle Geschenkartikel wie Leinenbilder oder Puzzles gehören genauso dazu wie Kalenderdruck und Aufkleber sowie unzählige Möglichkeiten im Druck- und Veredelungsbereich.

Besonders gefeiert wird das Firmenjubiläum am 25. und 26. Oktober jeweils von 8 bis 17 Uhr. Dabei können nicht nur die Produktionsräume besichtigt werden, es gibt auch jede Menge Flohmarkt- und Restpostenartikel im Werbe- und EDV-Bereich.