Schloss Greillenstein: „Halbzeit“ am Dach. Weitere 500 m² der 3.600 m² großen Dachfläche des Schlosses Greillenstein erneuert. Jetzt folgt das Wappen beim Eingang.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 28. September 2017 (03:54)
Eduard Reininger
Im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt wurde das Dach des Schlosses mit Ziegeln „Wienertasche“ neu eingedeckt, auch Dachstuhl, Sparren und Stützen wurden teilweise verstärkt und erneuert. Schlossbesitzer Andreas und Elisabeth Kuefstein und Manfred Wielach (v.l.) vom „Verein der Freunde und Gönner von Schloss Greillenstein“ zeigten sich mit dem bisher Erreichten zufrieden.

Seit 1950 haben die Besitzer des Schlosses Greillenstein, die Familie Kuef stein, rund 2,5 Millionen Euro für die Erhaltung des Schlosses aufgebracht. Da die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft immer weniger werden, ist es nicht mehr möglich, Mittel in der erforderlichen Höhe für die notwendigen Sanierungsarbeiten aufzubringen. Daher wurde 1992 der „Verein der Freunde und Gönner von Schloss Greillenstein“ zur Erhaltung des Juwels begründet.

Sanierung dank Spenden und Denkmalamt

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Andreas Kuefstein begutachtet von einer Gaupe aus die Arbeiten am Dach des Schlosses. Fotos: Eduard Reininger

Der derzeitige Obmann Manfred Wielach ist froh, dass nun eine Sanierung möglich war: „Dank zahlreicher Spenden und mit Mitteln des Denkmalamtes und der Kulturabteilung des Landes NÖ konnten umfangreichen Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.“

In der Baustufe IV wurden nun 500 m² des Daches und des Dachstuhls im südlichen Bereich des Schlosses saniert. Die Kosten von netto 105.000 Euro wurden mit 23.000 Euro vom Land NÖ, 10.500 Euro vom Bundesdenkmalamt finanziert, den Rest steuerten der Verein und die Forstverwaltung Greillenstein bei.

„Damit ist jetzt die Hälfte der 3.600 m² großen Gesamtdachfläche saniert“, gaben sich Schlossherr Andreas Kuef stein und Manfred Wielach mit dem erreichten Ziel zufrieden. Die Sanierung wurde im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt und nur von heimischen Firmen durchgeführt.

„Freunde Greillensteins“ halfen finanziell mit

Nächster Schritt ist die Restaurierung des 600 kg schweren Wappens im Eingangsbereich. „Die Kosten von 15.000 Euro sind durch die großartige Unterstützung der Vereinsmitglieder ausfinanziert“, freut sich Wielach. „In weiteren sinnvollen Etappen wird die zweite Hälfte der Dachsanierung in Angriff genommen, im Anschluss die der Außenfassade.“

Mit schwerpunktmäßigen Veranstaltungen, Führungen, Spendenaktionen und dem Verkauf von personalisierten Dachziegeln sollen die nötigen 550.000 Euro gesammelt werden. „Das muss doch zu schaffen sein“, gaben sich Wielach und Kuefstein zuversichtlich.

Spenden können mit dem Vermerk A39 und den Geburtsdaten des Spenders steuerlich abgesetzt werden, Empfänger ist das Bundesdenkmalamt (als Verwalter des Geldes; IBAN: AT07 0100 0000 0503 1050; BIC: BUNDATWW).