Schau über zwei Friedenskämpfer. Suttner & Fried | Zwei Nobelpreisträger im Zentrum einer Sonderausstellung im Krahuletzmuseum.

Von Irene Tutschek. Erstellt am 04. Juli 2014 (06:46)
NOEN, Irene Tutschek
»Der Große Krieg I., Bertha von Suttner und die Friedensbewegung«, heißt die neue Ausstellung im Krahuletz-Museum. Bei der Eröffnung mit dabei: Franz Pieler, Peter Ableidinger und Museumsdirektor Johannes Tuzar vom Team des Hauses, Justizminister Wolfgang Brandstetter, Historiker Burghard Gaspar und Krahuletz-Obmann Gerhard Dafert (v.l.). Foto: Irene Tutschek
Vor 100 Jahren starb die österreichische Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner – und dieser beeindruckenden Persönlichkeit widmet das Krahuletz-Museum die Ausstellung „Der Große Krieg I. – Bertha von Suttner und die Friedensbewegung.“

Bei der Eröffnung dieser kleinen, aber feinen Ausstellung meinte der Obmann der Krahuletz-Gesellschaft, Gerhard Dafert: „Wir wollen natürlich nicht mit der Schallaburg konkurrieren, deswegen haben wir den Schwerpunkt auf die Friedensbewegung gesetzt.“

Bestimmung des Lebens erst mit 46 gefunden 

Einen Überblick über das Leben der Bertha von Suttner gab Historiker Burghard Gaspar, der gemeinsam mit Museumsdirektor Johannes Tuzar die Ausstellung gestaltet hat: „Bertha von Suttner war Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin, die 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.“

Erst mit 46 Jahren habe sie die Bestimmung ihres Lebens gefunden und sich ganz der Friedensarbeit gewidmet. „Mit ihrem Buch ‚Die Waffen nieder‘ gelang ihr der größte Erfolg. Es folgten 37 Auflagen in zwölf verschiedenen Sprachen.“

„Friedensbewegung ist nichts Historisches, sondern brandaktuell“

Die Ausstellung stellt neben Suttner auch einen zweiten österreichischen Friedensnobelpreisträger, nämlich Alfred Hermann Fried, vor. Diesen stellte Museumsdirektor Johannes Tuzar vor: „Alfred Hermann Fried prägte vor allem den Satz: ‚Der Frieden muss von unten kommen‘, und er begründete die Friedensgesellschaft von der wissenschaftlichen Seite.“

Die Eröffnung der Ausstellung nahm Justizminister Wolfgang Brandstetter vor. „Eine Friedensbewegung ist nichts Historisches, sondern brandaktuell – und somit ist auch Bertha von Suttner in unserer Zeit hochaktuell, und ich freue mich sehr, im Sinne des Friedensgedankens diese Ausstellung eröffnen zu dürfen.“

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Stadtchor Eggenburg unter Maria M. Nödl.