Wildkrautbekämpfung: Feuer statt „Chemie-Keule“. Langwierige und mühsame Bekämpfung von Wildkräutern, speziell im Kurpark, hat ein Ende. Das spezielle Gefährt wird auch an Kommunen verborgt.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 21. Juli 2018 (05:10)
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Mit diesem Gerät, dessen Anschaffung 14.000 Euro gekostet hat, rückt Bauhof-Mitarbeiter Michael Chat dem Unkraut zu Leibe.
Rupert Kornell

„Chemie ist schon lange kein Thema mehr, seit kurzem auch das händische Zupfen oder Abbrennen von Unkraut. Aber das hat seinen durchaus stolzen Preis“, kommentiert Bürgermeister Martin Falk den Ankauf eines „selbstfahrenden Heißluftgeräts zur Wildkrautbekämpfung“, so die etwas sperrige Definition.

„Gebückte Haltung fällt ebenso weg wie das Einatmen giftiger Dämpfe“

Seit wenigen Tagen ist der Bauhof der Marktgemeinde im Besitz eines solchen Geräts, das um 14.000 Euro angekauft wurde und nicht nur, aber hauptsächlich auf den mit Riesel bedeckten Wegen des Garser Kurparks eingesetzt wird. Auf einer Vorrichtung auf der Vorderseite kommen die Flammen, die die Wildkräuter abbrennen, dahinter befindet sich die Gasflasche, zusätzlich gibt es für „Einzelstücke“ noch eine Lanze, um gezielt abbrennen zu können.

„Bisher war ich gut zwei Wochen im Kurpark mit einem kleinen Handgerät beschäftigt, jetzt ist das in einem Drittel der Zeit möglich“, freut sich Bauhof-Mitarbeiter Michael Chat, dass dieses Gerät Arbeitszeit spart. „Und es wirkt sich auch auf seine Gesundheit positiv aus“, ergänzt Falk, „denn die gebückte Haltung fällt ebenso weg wie das Einatmen giftiger Dämpfe.“

Das Gerät, das aus Dänemark kommt und auf Flugfeldern eingesetzt wird, wird auch verborgt, um einen Teil der Kosten hereinzubringen. „Aber nur an Gemeinden, nicht an Private“, betont Falk.