Abbruchparty als Startschuss für neuen Nahversorger. Gemeinde präsentierte am Samstag Pläne für neuen Nahversorger. Am Montag ging es mit dem Abbruch los.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:35)
Thomas Weikertschläger
Die Abrissarbeiten des 1953 errichteten ehemaligen Postgebäudes in der Hauptstraße 24a erfolgten am 13. Mai. 

Noch 2019 sollen die Sigmundsherberger erstmals in ihrem neuen Nahversorger-Geschäft in der Hauptstraße 24a einkaufen können. Wie die NÖN berichtete, wird hier nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss in den nächsten Monaten das neue Geschäft am Standort der ehemaligen Postfiliale, die 1953 errichtet worden war, entstehen.

Die Gemeinde kaufte das Areal, das sich im Privatbesitz von Bürgermeister Franz Göd befand, an. Notwendig wurde die Planung des neuen Geschäfts, da die langjährige Betreiberin des Spar-Markts, Eva Hofbauer, mit Jahresende 2018 ihr Geschäft geschlossen hatte. Seither gibt es im ehemaligen Fleischerei-Geschäft der Familie Göd eine „Notlösung“, in der man alle Produkte des täglichen Bedarfs erhält.

Weikertschläger
Bürgermeister Franz Göd, Architekt Reinhard Litschauer und Vizebürgermeister Johannes Hofer präsentierten die Pläne für den neuen Nahversorger in Sigmundsherberg.

Am neuen Standort soll nun ein insgesamt 216 Quadratmeter großes, neues Gebäude errichtet werden. Geplant wurde es von Architekt Reinhard Litschauer, der gemeinsam mit Bürgermeister Göd am 11. Mai im Rahmen einer „Abrissparty“, bei der es Freigetränke und Leberkäs-Semmerl für die interessierten Gemeindebürger gab, das Konzept vorstellte. Der Bürgermeister legte bei den ersten Arbeiten gleich selbst Hand an.

Herzstück des neuen Gebäudes wird ein knapp 150 Quadratmeter großer Verkaufsraum sein. Dieser soll „offen“ gestaltet sein und unter anderem eine Feinkostabteilung, eine Tiefkühlabteilung, eine Obst- und Gemüseabteilung und ein großes Sortiment an Trockenprodukten bieten.

Als Nebenräume werden ein großes Lager, ein Personalraum, eine Kühlzelle sowie Sanitärräume gebaut. Bei der architektonischen Planung habe er sich sehr bemüht, dass sich das Gebäude ins Ortsbild einfüge, sagte Litschauer. So wird auf dem Gebäude auch ein Satteldach gebaut werden. Im vorderen Bereich sorgt allerdings ein moderner Vorbau für einen optischen Akzent. Im Außenbereich stehen den Kunden dann sieben Parkplätze zur Verfügung.

ZT Litschauer
Bis zum Herbst soll hier nun der neue Nahversorger entstehen. Vom ehemaligen Gebäudekomplex wird nur der Turm erhalten bleiben.

Als Partner hat die Gemeinde die Firma Kastner aus Zwettl gewonnen. Gemeinsam ist man derzeit noch auf der Suche nach einem Betreiber.

Der Start der Abrissarbeiten des alten Gebäudes – von dem nur der Turm bestehen bleibt – erfolgte am 13. Mai. Noch im Sommer soll dann mit den Bauarbeiten des neuen Geschäfts begonnen werden. Wenn möglich im Herbst, aber fix noch im Jahr 2019, soll dann der erste Einkaufstag erfolgen können.

Das Investitonsvolumen für das Projekt bezifferte Göd mit 600.000 Euro, wobei über den NAFES (Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren) Förderungen in Höhe von 100.000 Euro erwartet werden.