Betrugsversuch: Haftpflicht abgelaufen?!. Falscher Polizeikommissar wollte 85.000 Euro, damit Tochter nicht inhaftiert wird.

Erstellt am 15. August 2018 (04:12)
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Symbolbild

Einen versuchten Betrug gab es am 10. August: Eine Sigmundsherbergerin wurde von einem Anrufer, der sich als Wiener Polizeikommissar ausgab, genötigt, eine Kaution in Höhe von 85.000 Euro für ihre angeblich verunfallte Tochter aufzubringen, um eine Inhaftierung zu vermeiden. Die Haftpflichtversicherung sei abgelaufen ...

Nachdem die Sigmundsherbergerin beteuerte, das geforderte Geld nicht auftreiben zu können, beendete der Unbekannte das Gespräch. Er stellte einen weiteren Anruf in Aussicht, welcher knapp 50 Minuten später erfolgte. Auf nochmalige Ansprache auf das Geld, reduzierte der Anrufer die Forderung immer wieder, zuerst auf 60.000 Euro, dann auf 20.000 Euro und letztendlich auf 2.000 Euro. Auch Wertsachen, wie etwa Goldmünzen, wurden vom Anrufer angesprochen.

Die Sigmundsherbergerin stellte immer wieder Fragen nach ihrer Tochter, zum vermeintlichen Unfall, der Polizeidienststelle oder dem Vorgesetzten, welcher der Täter auswich. Einmal gab der Anrufer an eine wimmernde, weibliche Stimme das Telefon, die man überhaupt nicht verstehen konnte. Nach dem zweiten Telefonat konnte die Sigmundsherbergerin erfolgreich Kontakt mit ihrer Tochter aufnehmen, der es gut ging und die in keinen Unfall verwickelt war.