Geld für das neue Amt?. Überschüsse lassen in Sigmundsherberg neue Projekte zu.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:14)
Archiv/Martin Kalchhauser
Bürgermeister Franz Göd.

Stolz auf den Rechnungsabschluss der Marktgemeinde Sigmundsherberg zeigte sich Bürgermeister Franz Göd: „Wir haben nicht nur einen Überschuss erwirtschaftet, sondern auch den Schuldenstand auf einen Tiefststand seit 2005 gedrückt“, meinte Göd. Der Rechnungsabschluss wurde im Gemeinderat auch einstimmig genehmigt.

Bei Einnahmen in Höhe von 3,36 Mio. Euro und Ausgaben von 3,07 Mio. Euro wurde 2018 im ordentlichen Haushalt ein Soll-Überschuss von 290.000 Euro erwirtschaftet. Auch im außerordentlichen Haushalt wurde ein Soll-Überschuss von 20.000 Euro erreicht. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt mit Jahresende 2018 2,28 Mio. Euro. Seit 2005 verzeichnete die Gemeinde noch um 500.000 Euro Schulden mehr. Rechnet man die Schulden für Kanal und Wasser ab, bleiben nur noch 530.000 Euro Schulden übrig. Zudem gebe es in allen Bereichen, auch für Wasser und Kanal, Rücklagen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

Zahlreiche Projekte umgesetzt

„Und das, obwohl wir in den vergangenen Jahren zahlreiche große Projekte umgesetzt haben“, erzählt Göd. Konkret sprach er etwa die Siedlungserweiterung in der Christophorus-Siedlung, die Sanierung samt Zubau am Feuerwehrhaus Walkenstein oder den nun eröffneten Hochwasserschutz in Theras, der insgesamt 850.000 Euro gekostet hat, an. Die Gemeinde hat zu diesem Hochwasserschutz-Projekt 85.000 Euro beigesteuert, das Land NÖ 300.000 Euro, der Rest wurde über den Bund finanziert.

Die gute finanzielle Entwicklung in der Gemeinde sei Verdienst aller Ressorts. Nun habe die Gemeinde einen größeren finanziellen Spielraum, was künftige Projekte betrifft. Und davon gibt es – auch wenn die Ortsdurchfahrten in allen Katastralgemeinden auf Vordermann gebracht wurden – laut Göd einige. Neben dem großen Zukunftsprojekt „Gemeindeamt“ wird vor allem der Nahversorger (die NÖN berichtet) die Gemeinde bis zur geplanten Eröffnung Ende des Jahres beschäftigen. Aber, so Göd: „Das Gute ist, wir können die Finanzierung dieses Großprojekts ohne Darlehensaufnahme durchziehen.“

Bezüglich Gemeindeamt strebt die ÖVP eine gemeinsame Lösung mit der Pfarre Sigmundsherberg im Ortszentrum an. Die SPÖ hat indes bereits beim Gemeindeparteitag im Mai angekündigt, dass sie mehrere Varianten und Standorte für möglich – und aus Kostengründen für diskutierbar hält.

Kinderbetreuung soll ausgebaut werden

Ein weiteres großes Projekt der Zukunft ist der Ausbau der Kinderbetreuung. Durch den Siedlungsausbau – schon vier der jüngst neu geschaffenen acht Bauplätze in der Christophorus-Siedlung sind vergeben, auch die WAV plant weitere Reihenhäuser – werde dieser Schritt notwendig. So soll die seit vier Jahren bestehende provisorische dritte Kindergartengruppe zu einer fixen werden, ab Herbst soll es auch eine Kleinkindergruppe geben. Die Möglichkeiten zur Erweiterung seien gegeben, da der Grund rund um den Kindergarten im Gemeindebesitz sei. Jetzt gelte es noch, mögliche Förderungen abzuklären, ehe die konkrete Planung des Ausbaus beginnen kann.