Tagesbetreuung eröffnet: Schiff „Ahoi!“

Die Jüngsten werden im „Kinderschiff“ in Sigmundsherberg betreut. „Bürgermeister haben Trend erkannt!“

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 12:26
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Eröffnung mit (von links): Johannes Hofer, Eva Nendwich, Melitta Weißenhofer, Franz Göd, Christiane Teschl-Hofmeister, Andrea Willson-Kainz und Kerstin Toifel und Johannes Kranner.
Foto: Widhalm

„Das macht nichts. Ich habe eine laute Stimme und wir werden das aushalten“, sagt Bürgermeister Franz Göd bei der Eröffnung der Tagesbetreuungseinrichtung am Samstag zu einer Mutter, die ihr Kind beruhigen muss. „Kindergeschrei ist Zukunftsmusik!“

Ihn schmerzt es dagegen, wenn er Meldungen über mangelnde Kinderbetreuung in Österreich höre. Denn die Region habe viel auf die Beine stellen können, denkt Göd dabei auch an Röschitz, Meiseldorf, Burgschleinitz, Straning und Eggenburg. „Ich glaube, da ist Niederösterreich over the top.“

So weit würde Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister nicht unbedingt gehen: Die EU gibt eine 33-prozentige Kinderbetreuungsquote vor, das Bundesland liege derzeit bei bis zu 27 Prozent. „Da fehlt noch ein Stück, aber man muss auch die Entwicklung sehen.“ Sie sei zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg. „Die Bürgermeister haben den Trend erkannt.“

„Machte viel Spaß“

Die Tagesbetreuungseinrichtung „Kinderschiff“ befindet sich in einem Zubau des Kindergartens, der zum Teil umgebaut wurde. Die frühere Mutterberatungsstelle dient nämlich heute der dritten Gruppe, die seit 2015 besteht.

Gemeinderätin Eva Nendwich richtete emotionale Dankesworte an den Bürgermeister, der ihr die Aufgabe zur Umsetzung übertragen habe. „Ich durfte mit diesem Projekt viele Erfahrungen sammeln und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht.“ Stolz ist sie, dass die Kosten unterschritten wurden – trotz unvorhergesehener Baumaßnahmen (50.000 Euro Zusatzkosten).

Es sei nicht leicht gewesen, den Kindergarten-Betrieb während der Bauphase aufrechtzuerhalten. Die Eltern zeigten aber „sehr viel Verständnis“, erläutert Kindergarten-Leiterin Melitta Weißenhofer. „Es ist ein richtiger Wohlfühlkindergarten, in dem sich alle – die Kinder und das Personal – optimal weiterentwickeln können.“

Pfarrer Milo Ambros segnete alle Räume, nachdem er das Evangelium mit einem fröhlichen „Ahoi!“ beendet hat.