Vindobona ist der Star im Eisenbahnmuseum. Das Eisenbahnmuseum Sigmundsherberg zeigt spektakuläre Schau über legendären Zug. Auch Künstler stellen im Museum aus.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 05. Juni 2021 (04:29)
In der Remise des Eisenbahnmuseums sind als Dauerausstellung die Werke von Margareta Winkelbauer, Öl- und Acrylbilder, Cartoons und Karikaturen von Otto Schön zu besichtigen.
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Das Eisenbahnmuseum startete in der Remise des Museums mit der spektakulären Sonderausstellung „100 Jahre ÖBB – Vindobona Wien-Prag-Berlin“ wieder in den Betrieb. Diese Ausstellung ist neben den laufenden Präsentationen zu sehen. Landesrat Ludwig Schleritzko erklärte bei der Eröffnung, dass die Wiederaufnahme der Zugsverbindung Wien-Prag-Berlin wieder im Bereich des Möglichen sei: „Als die Grenzen geschlossen waren, war die Verbindung intakt, mit dem Fall des Eisernen Vorhangs verschwand der Vindobona. Jetzt stehen die Chance für eine Belebung der Strecke nicht schlecht“, versprühte er Zuversicht.

Nach Absageflut: Tag der offenen Tür für August geplant. Zu sehen ist die Ausstellung bis Oktober jeweils Dienstag, Donnerstag, Samstag, Sonntag und Feiertag von 9 bis 12 Uhr (Voranmeldungen unter 0676/ 363 28 58 oder www.eisenbahnmuseum-waldviertel.at). „Endlich können die Besucher wieder direkt in das Museum kommen“, freuen sich Obmann Rupert Öhlknecht und Gerhard Zauner bei diesem Anlass. Durch die vielen Absagen 2020 sei es zu großen finanziellen Einbußen gekommen, erklärte Öhlknecht. Man habe aber auch Gelegenheit gehabt, ein wenig in sich zu gehen und nachzudenken: „Wir blicken nun voll Zuversicht in die Zukunft des Eisenbahnmuseums“, sagt Öhlknecht. Der coronabedingt abgesagte Tag der offenen Tür soll anlässlich „150 Jahre Franz-Josefs-Bahn“ am 28. und 29. August nachgeholt werden.

Kunst als Ergänzung zur Bahn. Wenige Schritte neben den Objekten, Schautafeln und Unikaten über den legendären „Vindobona“-Zug sind die eindrucksvollen Öl- und Acrylbilder von Margareta Winkelbauer und zahlreiche Cartoons und Karikaturen von Otto Schön ausgestellt. Die Malereien, Vitrinen und akribisch beschrifteten Objekte bilden quasi ein „Museum im Eisenbahnmuseum Sigmundsherberg“, das in seiner Historie eine besondere Aura entfaltet.