Windkraft-Debatte: Gegner bei Termin versetzt

Franz Radaschütz und Peter Hasenberger wollten ihre Fragen in einem Gespräch mit dem Bürgermeister geklärt wissen. Franz Göd kam allerdings nicht zum Termin.

Erstellt am 14. Oktober 2021 | 06:12
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Visualisierung eines der Windräder.
Foto: privat

Franz Radaschütz stemmt sich gegen das Windkraft-Projekt – und er hat Fragen, die er Bürgermeister Franz Göd persönlich stellen wollte. Er bemüht sich seit dem Sommer um einen Termin. Göd bestand darauf, die Windkraft Simonsfeld AG als Betreiber mit an den Tisch zu holen. Die Terminfindung war schwierig; im Oktober, konkret am vorigen Freitag, hätte es soweit sein sollen.

Nur: Radaschütz, der in Begleitung von Peter Hasenberger war, traf im Amtshaus niemanden an. „Wir haben eine halbe Stunde gewartet, haben einen Kaffee gekriegt und sind wieder gegangen“, schildert Hasenberger. „Interessant ist, dass er’s (Anm.: Göd) nicht der Mühe wert findet, einen von uns anzurufen“, sagt Radaschütz. „Wenn er gleich gesagt hätte, lasst’s mich in Ruhe ...“, ergänzt Hasenberger.

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„Für mich war der Termin gegessen, durch die Berichte in der NÖN“, erklärt Göd. Man müsse sich nicht mehr zusammensetzen: „Es ist alles gesagt.“ Der Bürgermeister sei außerdem davon ausgegangen, dass das Treffen nicht fix vereinbart gewesen sei und „wir uns noch mal zusammenreden“.

„Schaukelt sich sonst hoch“

Jetzt müsse man die Experten arbeiten lassen, nachdem das Projekt beim Land eingereicht worden ist. Bevor kein grünes Licht gegeben werde, „werde ich öffentlich keine Aussage mehr tätigen. Es schaukelt sich sonst hoch“, so Göd.

Er hat noch am Freitag mit Radaschütz telefoniert, das dürfte aus dem Ruder gelaufen sein. Der Gemeinde-Chef hat Radaschütz mit einer Anzeige wegen Verleumdung gedroht, wie Göd bestätigt. Radaschütz ist entspannt: Er sehe keine Grundlage für eine Anzeige.