ÖVP zertrümmert Konkurrenz bei Gemeinderatswahl 2020. Die 20 Gemeinden des Bezirks Horn bleiben auch nach der Gemeinderatswahl 2020 fest in schwarz-türkiser Hand: Die ÖVP holte in allen 20 Gemeinden die absolute Mehrheit, musste lediglich in St. Bernhard Frauenhofen (-1 Mandat) und Meiseldorf (-2 Mandate) Sitze im Gemeinderat abtreten, holte dafür in anderen Gemeinden teilweise große Gewinne - und das von ohnehin hohem Niveau aus.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 26. Januar 2020 (18:40)
Das Team der Horner ÖVP feierte den fulminanten Wahlsieg: Künftig stellt das Team von Jürgen Maier in Horn 21 der 29 Gemeinderäte.
 
Thomas Weikertschläger

Die vielleicht größte Überraschung lieferte die ÖVP in der Bezirkshauptstadt Horn. Hier konnte das Team rund um Bürgermeister Jürgen Maier gleich zwei Mandate gewinnen, hält künftig 21 von 29 Sitzen. Gleich drei Mandate gewinnen konnten die Türkisen in Straning-Grafenberg (von 9 auf 12 von 15 Mandaten), wo der seit Sommer amtierende Bürgermeister Andreas Fleischl erstmals als Spitzenkandidat ins Rennen ging, und in Röschitz (von 13 auf 16 von 19 Mandaten).

Erstmals die 2/3-Mehrheit holte die ÖVP in Sigmundsherberg. Hier konnte Bürgermeister Franz Göd von 11 auf 13 von 19 Mandaten zulegen. Auch in Geras (+2 auf 16 von 19 Mandaten) schaffte das Team um Bürgermeister Johann Glück das historisch beste Ergebnis. Auch in Gars (+2), Langau (+2), Brunn (+2), Burgschleinitz-Kühnring (+2), Japons (+1), Röhrenbach (+1, hier war die ÖVP die einzige kandidierende Partei), Pernegg (+1), Irnfritz-Messern (+1) und Weitersfeld (+1) konnte die ÖVP Mandate gewinnen. Neben der 100-Prozent-Gemeinde Röhrenbach holte die ÖVP in zehn weiteren Gemeinden mehr als 80 Prozent der Stimmen.

Für die SPÖ brachte die Wahl wenige Lichtblicke. In Sigmundsherberg gewann Barbara Reisel zwei Mandate dazu, hier hält die SPÖ nach dem "Aus" für die Bürgerliste jetzt sechs Sitze im Gemeinderat. In Altenburg wurde das dritte Mandat errungen, in Eggenburg und Gars gab es leichte prozentuelle Steigerungen, bei den Mandaten (6 bzw. 5) gab es keine Veränderungen. Deutlich fielen die Verluste hingegen in Röschitz (-3 auf 3 on 19),  Geras (-2 Mandate auf 4 von 19) und in Horn aus. In der Bezirkshauptstadt schafften die Roten mit Müh und Not vier Mandate, nachdem man schon 2015 das sechste Mandat verloren hatte.

Nichts zu feiern gibt es auch bei den Freiheitlichen. Sie flogen in Pernegg und Straning-Grafenberg aus den Gemeinderäten, auch in Brunn und Sigmundsherberg schafften die Blauen den Einzug nicht. Jeweils einen Sitz gibt es in Gars, Weitersfeld, Drosendorf-Zissersdorf, Altenburg, Rosenburg-Mold, St. Bernhard-Frauenhofen und Meiseldorf. In Horn zog das "Hallenbad-Thema" nicht wie gewünscht. Die FPÖ, die von drei auf vier Mandate zulegen wollte, schaffte auf die Stimme genau gerade einmal 2 Mandate - und verlor damit auch den Sitz im Stadtrat.

Ohne Stadtrats-Sitz in Horn bleiben auch die Grünen. Auch sie verfehlten das notwendige dritte Mandat in Horn deutlich. Außer in der Bezirkshauptstadt schafften die Grünen in keiner Bezirks-Gemeinde eine Kandidatur.

Von den weiteren Listen schnitt die "Frische Liste" in Drosendorf-ZIssersdorf am besten ab. Sie verteidigte ihre drei Mandate, konnte aber der von ihr scharf kritisierten Bürgermeisterpartei ÖVP rund um Josef Spiegl kein Mandat abluchsen.

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