Narren im Rosenburger Rundzelt. Intendantin Nina Blum setzt auf sicheren Kulturgenuss mit der Kultkomödie „Ein Käfig voller Narren“ ab 24. Juni.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 30. März 2021 (08:35)

„Wer diesen Komödienklassiker gesehen hat, wird gar nicht anders können, als jeden Menschen so zu nehmen und zu mögen, wie er ist. Wie diese Komödie meisterhaft zeigt, sind Vorurteile gegenüber Menschen, die vermeintlich anders sind als man selbst, nur dazu da, um abgebaut zu werden. Bei uns geschieht dies auf sehr pointierte und humoristische Art und Weise.“

Das sagt Nina Blum, die Intendantin der Sommernachtskomödie Rosenburg, zur Kultkomödie „Ein Käfig voller Narren“ („La Cage aux Folles“), die ab 24. Juni auf der Rosenburger Rundbühne zu sehen sein soll – mit einem Jahr Verspätung, denn das Stück stand schon im Vorjahr auf dem Spielplan, musste aber bedingt durch die Pandemie abgesagt werden.

Die Besetzung ist wie immer vom Feinsten

Die Besetzung kann sich wie immer sehen lassen: Herbert Steinböck als homosexueller König der Nacht, Wolfgang Lesky als schrille Drag Queen, Patrick Weber als Tänzerin, Elisabeth Engstler als besorgte Mutter (mit Tochter Amelie auf der Bühne), Futurelove Sibanda als Dienstmädchen. Sie alle probten kürzlich das Stehen und Gehen in Strapsen und High Heels in greller Maske und knappem Kostüm beim Foto-Shooting. In weiteren Rollen sind Michael Duregger, Felix Krasser, Raphael Macho, Florentin Groll, Babett Arens und Veronika Petrovic in Jean Poirets Kultkomödie zu sehen.

In Szene gesetzt wird das 1973 geschriebene Stück wie immer von Regisseur Marcus Ganser, der auch heuer wieder für das minimalistische wie kreative Bühnenbild verantwortlich ist.

Das Motto: „Sicherheit beim Kulturgenuss!“

„Nach der Verschiebung aufgrund der Pandemie im vergangenen Sommer freuen wir uns, heuer wieder spielen zu können“, so Nina Blum. „Unser Motto lautet heuer nicht umsonst ‚Kulturgenuss – mit Sicherheit!‘, weil bei uns die Sicherheit von Besuchern, Schauspielern und allen Team-Mitgliedern oberste Priorität hat.“

Durch den neuen, dynamischen Sitzplan bleibt links und rechts von jedem Paar, von jeder Gruppe aus maximal zwei Haushalten je ein Sitzplatz frei. Damit wäre das Theaterzelt vor der Burg nur zu zwei Drittel gefüllt.

Der Ein- und Auslass zu und vom Gelände soll blockweise über ein Einbahnsystem und über Lautsprecherdurchsagen erfolgen. Im Bereich zwischen der Rosenburg und dem Theaterzelt gelten die aktuell gültigen Sicherheits-Bestimmungen. Hand- Desinfektions-Spender sind überall verteilt. Der Zutritt zum Rundzelt soll heuer über zwei weitere Eingänge, die Kontrolle der Eintrittskarten kontaktlos erfolgen. Die nach allen Seiten offenen Zelt-Wände bieten ständige Frischluft-Zufuhr.

Die Zuschauer werden Teil der Inszenierung

Heuer haben die Besucher der Sommernachtskomödie die einmalige Chance, das Stück hautnah mitzuerleben, und zwar in einer der neuen, exklusiven Bühnenlogen. Hier können die Zuschauer bei einer Flasche Sekt das Geschehen direkt an der Bühne genießen. Und sind somit Teil der bunten Inszenierung vor der imposanten Kulisse der Rosenburg. Durch ihre einzigartige Form bietet die Rundbühne allen Zuschauern auf allen Rängen eine perfekte, individuelle Sicht. Außerdem ist sie überdacht und garantiert damit auch bei Schlechtwetter dem gesamten Publikum Schutz vor Regen, Wind und Wetter.

Heimlichkeiten sorgen für viel Verwirrung

Zum Stück selbst: Eigentlich ist es eine ganz normale Beziehung, denn Georges, der Inhaber des Nachtclubs („Ein Käfig voller Narren“), und seine große Liebe Albin – als bezaubernde „Zaza“ der Star der abendlichen Show – sind seit vielen Jahren ein (homosexuelles) Paar. Aus Georges einzigem Abenteuer mit einer Frau stammt sein Sohn Laurent, der von den beiden Männern liebevoll großgezogen wurde. Nun ist Laurent erwachsen, unsterblich verliebt und hat die feste Absicht, seine Freundin Barbara zu heiraten. Einziges Problem: Seine Verlobte ist die Tochter eines erzkonservativen, homophoben Politikers. Hier treffen nicht nur zwei völlig unterschiedliche Elternpaare aufeinander, sondern auch zwei Welten …

Das Verwechslungs-Chaos nimmt seinen Lauf: Um einen Eklat und das Platzen der Hochzeit zu vermeiden, erklären sich Georges und Albin ihrem Sohn zuliebe bereit, eine bürgerlich-biedere Familie vorzutäuschen. Doch beim Kennenlernen der Elternpaare wird das Überspielen der Heimlichkeiten immer komplizierter. So wird eifrig verwirrt, verwechselt – und die Katastrophen überschlagen sich …