Baustart fürs Glasfaser in mehreren Gemeinden

Knapp 600 Kilometer Glasfaser werden verlegt und die ersten Anschlüsse könnten Mitte 2022 aktiviert werden: Landesrat Jochen Danninger hat mit den acht Bürgermeistern der Region den offiziellen baulichen Startpunkt für das Glasfasernetz getätigt.

Erstellt am 26. November 2021 | 13:45
Lesezeit: 3 Min
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Spatenstich mit den Bürgermeister (v.l.): Andreas Fleischl (Straning-Grafenberg), Johann Glück (Geras), Vizebürgermeister Martin Ziegler (Meiseldorf), Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger, Georg Gilli (Eggenburg), Reinhard Nowak (Weitersfeld), Gabriele Kernstock (St. Bernard-Frauenhofen) und Franz Göd (Sigmundsherberg).
Foto: Martin Steiger

Mit dem Gemeinschaftsspatenstich in Eggenburg, der unter strenger Einhaltung der Covid19-Regeln und ohne anschließende Feierlichkeiten stattfand, startet der Glasfaserausbau im Bezirk  mit einem kräftigen Turbo. Für diesen Ausbauschritt werden rund 13 Millionen Euro investiert und knapp 600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Anschlüsse bereits Mitte 2022 aktiviert werden.

4.000 Haushalte und Betriebe können bald an das NÖ Glasfasernetz angeschlossen werden. Dies ist ein weiterer Schritt in die digitale Zukunft Niederösterreichs, wie Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger betont: „Ich gratuliere den 4.000 Haushalten und Bürgermeistern der acht Gemeinden im Bezirk Horn zu dieser zukunftsorientierten Entscheidung! Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Zukunft dieser Gemeinden, den gesamten Bezirk, aber vor allem auch für jede einzelne Bürgerin und jeden Bürger.“

Georg Gilli: "Vorfreude ist bereits sehr groß"

Im Zuge von Tiefbauarbeiten wurden bereits Leerrohre für Glasfaser mitverlegt. Mit dem deutlichen Überschreiten der Mindestbestellquote von 42 Prozent hat die Bevölkerung eine zentrale Voraussetzung für den Glasfaserausbau erfüllt.

„Ich bin stolz darauf, dass wir als Gemeinde in den vergangenen Monaten an einem Strang gezogen und so den heutigen Tag ermöglicht haben. Jetzt ist die Vorfreude auf die Aktivierung der Glasfaseranschlüsse bereits sehr groß und wir sind zuversichtlich, dass das Projekt zügig weitergehen wird“, erklärt Bürgermeister Gilli Georg aus Eggenburg, wo am Festgelände stellvertretend für die teilnehmenden Gemeinden der Spatenstich gefeiert wurde. Fleißig „mitgeschaufelt“ haben die Bürgermeister Johann Glück (Geras), Franz Göd (Sigmundsherberg) Gabriele Kernstock, (St. Bernhard-Frauenhofen), Reinhard Nowak, (Weitersfeld), Andreas Fleischl (Straning-Grafenberg) und Vizebürgermeister Martin Ziegler (Meiseldorf).

Bauwirtschaft in Region erhielt Aufträge

Insgesamt werden knapp 600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Dafür werden circa 120 Kilometer Trasse gegraben. Rund 20 Kilometer sind bereits aus Mitverlegeprojekten vorhanden. Mit dem Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro sorgt das Großprojekt kurzfristig auch für Beschäftigung in der Bauwirtschaft. Die Arbeiten werden von der Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. in Eggenburg, der Baufirma Swietelsky in St. Bernhard-Frauenhofen und von Held & Francke durchgeführt.

Das NÖ Glasfasernetz ist offen für alle Anbieter von Internetdiensten. Die Kunden haben somit große Wahlfreiheit. Zudem ist sichergestellt, dass die Infrastruktur langfristig in öffentlicher Hand bleibt und das Landesbudget entlastet wird. „Die Investition in Glasfaser ist auch eine Investition in künftige Generationen. Es liegt an uns, auch unseren Kindern und Enkelkindern die besten Voraussetzungen für ein Leben im ländlichen Raum zu schaffen“, so Angela Stransky, Geschäftsführerin der Breitband-Holding des Landes.

Weitere 17 Gemeinden "im Bau"

Neben den acht Gemeinden im Bezirk Horn befinden sich aktuell etwa weitere 17 Gemeinden "im Bau". Weitere Bauprojekte sind in Vorbereitung. In einigen Gemeinden sind schon im Juli die ersten Kunden online gegangen. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Finanzpartner ACP (Allianz Capital Partners) auf ein Investitionspaket in der Höhe von 300 Millionen Euro geeinigt. Hartwig Tauber, Geschäftsführer der nöGIG Phase Zwei GmbH, die die ACP in Niederösterreich vertritt: „Das Fundament dieses Großprojektes bildet die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Es ist sehr erfreulich zu sehen, welche Früchte sie trägt.“