Startschuss für Kindergarten-Ausbau in Sigmundsherberg. Die Bauarbeiten am Zubau zum Kindergarten starteten am Dienstag. Kosten: 1,2 Mio. Euro.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:23)
Beim Spatenstich für den Kindergarten-Zubau in Sigmundsherberg: Architekt Reinhard Litschauer, Ressort-Verantwortliche Eva Nendwich, Bürgermeister Franz Göd und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
TW

Nachdem es zuletzt coronabedingt leichte Verzögerungen gab, ging es jetzt „ruckzuck“: Wenige Tage nach den entsprechenden Beschlüssen im Gemeinderat – sie fielen übrigens nach anfänglichen Diskussionen hinsichtlich Architektur einstimmig aus – wurde am vergangenen Freitag der Spatenstich für den Zubau zum Kindergarten in Sigmundsherberg durchgeführt.

Der Baustart erfolgte bereits am Dienstag, wie Bürgermeister Franz Göd freudig verkündete. Gebaut wird jetzt nach Plänen von Architekt Reinhard Litschauer. Er entwarf einen zweigeteilten „futuristischen“ Zubau in Holzriegelbauweise. In einem Teil des Zubaus soll die neue Tagesbetreuungseinrichtung für Kinder von Null bis Sechs Jahren eingerichtet werden, im anderen Teil wird die dritte Kindergartengruppe, die derzeit provisorisch geführt wird und ab dem kommenden Schuljahr fix installiert wird, ihr neues Zuhause finden. Der derzeitige Eingangsbereich mit Stiegenaufgang kommt hingegen weg. Das aktuelle Gebäude wird eine größere Aula erhalten, das Büro der Leiterin wandert in den neuen Teil, dort wird auch ein Aufenthaltsraum für das Personal gebaut. Zudem wird die Heizung erneuert, man steigt von einer Öl- auf eine Pelletsheizung um.

„Diese Investition ist nicht nix für unsere Gemeinde. Aber die Nachfrage ist da, wir hoffen auf weiteren Zuzug.“ Bürgermeister Franz Göd

Umgesetzt wird das 1,2 Mio. Euro teure Projekt von der Waldviertler Baufirma Leyrer+Graf, mit der gemeinsam schon 1999 der letzte Umbau am Kindergartenstandort in Sigmundsherberg durchgeführt wurde. Diese Investition sei zwar „nicht nix für unsere Gemeinde“, man habe aber gut gewirtschaftet und werde das Projekt mit Unterstützung des Landes gut umsetzen können, betonte Göd. Eröffnet werden soll der Zubau übrigens im Februar 2021.

So soll der Zubau zum Kindergarten aussehen.
Architekt Litschauer

Derzeit werden im Sigmundsherberger Kindergarten 55 Kinder betreut, eine weitere Kindergartengruppe gibt es in der Gemeinde in Walkenstein. „Die Nachfrage nach Plätzen ist also da“, sagte Göd. Und er hofft coronabedingt noch auf weiteren Zuwachs in der Gemeinde. In den vergangenen Tagen seien im in der Nähe des Kindergartens und der Volksschule gelegenen Siedlungsgebiet wieder drei Bauplätze verkauft werden, auch Gespräche mit der Waldviertler Siedlungsgenossenschaft (WAV) wegen der Errichtung einer dritten Reihenhausanlage seien laut Göd in der Pipeline. „Corona hat gezeigt, wie schön es ist, auf dem Land zu leben“, begründete Göd die große Nachfrage nach Wohnraum in seiner Gemeinde. Als reauditierte familienfreundliche Gemeinde biete man jungen Familien alles, was man brauche.

Ins selbe Horn stieß Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Sie merkte bei ihrem ersten offiziellen Auswärtstermin in der „Nach-Corona-Zeit“ an, dass in den vergangenen Wochen der Krise die Vorzüge des ländlichen Lebensraums augenscheinlich geworden seien. Das Land wolle seine Bemühungen um adäquate Kinderbetreuungseinrichtungen weiter verstärken. Den Pädagoginnen dankte sie dafür, dass die Kindergärten auch während der Coronakrise durchgehend geöffnet waren und für die Betreuung der Kinder zur Verfügung gestanden haben.