Direktor Wolfgang Welser in Pension verabschiedet. In einer teilweise sehr emotionalen Feier nahm Wolfgang Welser, Direktor der Sportmittelschule Gars, Abschied als Lehrer und Leiter. Schüler, Kollegen, Vorgesetzte, Weggefährten und die Gemeinde machten ihm diesen Abschied nicht leicht.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 30. November 2019 (12:37)

36 Jahre hatte er hier nach der Ausbildung in der Pädagogischen Akademie Strebersddorf als Hauptschullehrer für Mathematik, Geometrisches Zeichnen, Bildnerische Erziehung und Religion und eineinhalb Jahren Tätigkeit in der HS Eggenburg unterrichtet, 17 Jahre davon war er als Leiter tätig.

Mit „Noch zweimal schlafen und du darfst als Pensionist aufstehen!“ hatte Schulqualitätsmanager Rudolf Köstler die Lacher auf seiner Seite, als er Welser am  Freitag, 29. November, in die Pension verabschiedete und ihm namens der Bildungsdirektion NÖ  eine Urkunde mit „Dank und Anerkennung“ überreichte. Zuvor hatte er mit ausgetüftelten Worten sein Wirken gewürdigt und auch auf sein vielfältiges Engagement  im außerschulischen Bereich, etwa als Horner Politiker und Volkshochschulleiter, als sportlicher Direktor im Frauenfußball, Stadionsprecher des SV Horn, im Alpenverein und in etlichen anderen Organisationen, hingewiesen. 

Der Schwerpunkt lag aber auf der Anerkennung seines schulischen Wirkens. Der am 16. November 1957 geborene „waschechte“ Horner war während seine Unterrichtstätigkeit  vor allem im Bereich Sport nicht untätig, das zeigen seine erfolgreich absolvierten Kurse etwa im Schifahren (Köstler: „So ist Altenmarkt-Zauchensee seine zweite Heimat geworden.“) oder Surfen. Während seiner Leitertätigkeit in Gars habe er große Akzente gesetzt. „Deinen Anstrengungen und deinem Team ist es zu verdanken, dass die Sportmittelschule Gars zur größten Schule des Horner Bezirks wurde“, lobte Köstler, selbst elf Jahre hier als Lehrer tätig. „Gars ist ein Paradebeispiel für eine innovative Schule mit Schwerpunkten auch außerhalb des Sports.“ Welser attestierte er „exzellente Führungsqualität“, als „Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, die ihre Meinung auch lautstark zu vertreten weiß“.

Bürgermeister Martin Falk beleuchtete als Vorsitzender des Mittelschulausschusses die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde und meinte anerkennend: „Die Schule ist wie ein Schiff. Du hast es als Kapitän mit einem wunderbaren Team geschafft, es auf den richtigen Weg zu steuern.“

In das Lob stimmten auch Personalvertreter Christian Rametsteiner und Peter Hofbauer als Direktor der HLW, der Garser Partnerschule, ein. Die vielen Statements wurden durch musikalische und sportliche Darbietungen der Schüler aufgelockert, denen unter anderem Schulqualitätsmanager Fritz Laschober, VS-Direktorin Gabriele Weiler und ihr Vorgänger Josef Bauer sowie zahlreiche Direktoren-Kollegen viel Beifall spendeten.

Das Schlusswort in der von Nachfolger Christian Langer und Irene Lachmayr moderierten Feier hatte natürlich der Neo-Pensionist: „Keine langen Abschiedsworte, eines genügt und das ist: Dankeschön!“ Er konnte es dann natürlich doch nicht lassen, in launigen Worten auf seine Arbeit in der Schule und bei Vereinen zurückzublicken und mit etwas zitternder Stimme spezielle Dankesworte an Schüler, Kollegen, Vorgesetzte, das Schulwarteteam und die Gemeinde zu richten.