Drei Orte zapfen Wasser aus öffentlichem Netz

Versorgung über Hausbrunnen wurde problematisch, jetzt fließt Horner Trinkwasser aus der Leitung in St. Bernhard-Frauenhofen.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 07:49
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„Die vergangenen Sommer mit Dürre und Nitratbelastungen haben gezeigt, wie wichtig eine gute Wasserversorgung ist. Mit dem Anschluss an das öffentliche Wassernetz können wir die Qualität des Trinkwassers für die Bevölkerung von Poigen, Grünberg und Strögen deutlich verbessern“, erklärt Bürgermeisterin Gabriele Kernstock.

In den Dürresommern versiegten einige der Hausbrunnen, die seit Jahrzehnten für Trinkwasser genutzt werden. Zusätzlich verschärfte sich die Nitratbelastung aufgrund der geringen Niederschläge. Die Gemeinde reagierte, um die Versorgung mit gutem Wasser sicherstellen zu können. Das Wasser wird über eine neue Trinkwasserleitung aus dem Gemeindewasserverband Horn bereitgestellt. Damit wird sich der Härtegrad gegenüber dem bisherigen Brunnenwasser deutlich reduzieren und der geringe Nitratgehalt gemäß Trinkwasserverordnung wird dauerhaft gewährleistet.

Die NÖ Landesregierung hat eine Förderrichtlinie erarbeitet, mit welcher der erstmalige Anschluss von betroffenen Ortschaften an die öffentliche Wasserversorgung gefördert wird. „Eine funktionierende Trinkwasserversorgung ist essenziell für das Leben, das wir heute kennen. Vielen ist die Wichtigkeit einer guten Wasserversorgung heute gar nicht mehr bewusst, denn gerade in Niederösterreich sind der einfache Zugang zu frischem Trinkwasser und die unkomplizierte Entsorgung von Abwasser zu Selbstverständlichkeiten geworden“, betont Gabriele Kernstock. Der Zeitplan wurde eingehalten.

Verlegt wurden 3.900 Meter Transportleitungen

Für die Ortsnetze Poigen und Strögen mussten 4.700 Meter und die Wassergenossenschaft Kaidling 600 Meter Versorgungsleitungen gelegt werden. Der Kostenrahmen von 1,9 Millionen Euro konnte eingehalten werden.

Zusätzlich wurde die Leerverrohrung für Glasfaser mitverlegt. Der Zeitplan hält, noch vor Weihnachten sollen alle Haushalte an die Wasserversorgung angeschlossen sein. Die Bürgermeisterin freut sich, dass das Kooperationsprojekt mit Bund und Land NÖ wesentlich zur Versorgungssicherheit der Bürger beitrage. Die Wasserversorgungsanlage St. Bernhard-Frauenhofen versorgt 300 Menschen mit sauberem und sicherem Trinkwasser.