Neues Denkmal: Kreuz „Heilige Corona hilf“

Das erste Corona-Marterl wurde entlang des Spazierweges nach Horn aufgestellt.

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 07:01
Lesezeit: 1 Min
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Beim Coronakreuz (v.l.):: Mesner Josef Toifl, Alois Redl, Franz Waldherr, Pater Clemens Hainzl, Gottfried Braunsteiner sen., Gottfried Braunsteiner jun., Bürgermeisterin Gabi Kernstock, Franz Popp, Gemeinderat Hannes Zeitlberger, Manuela Heichinger, Gemeinderätin Andrea Poppinger und Erna Braunsteiner.
Foto: privat

Den lang gehegten Wunsch, ein Marterl zu errichten, hatte Gottfried Braunsteiner schon länger. Durch Zufall kam er in den Besitz eines schmiedeeisernen Kreuzes, doch der konkrete Platz oder Anlass war noch nicht gefunden. Manches muss eben länger reifen.

Marterl oder Kleinflurdenkmäler sind seit jeher Symbole der Dankbarkeit für überstandene Gefahren, Unglücksfälle oder Seuchen, laden oft ein zu verweilen und ein Gebet zu sprechen. Angesichts der nun schon beinahe zwei Jahre anhaltenden Pandemie war es Braunsteiner nun ein großes Anliegen, mit diesem Martel ein besonderes Zeichen zu setzen.

Zwar leider noch nicht zum Dank für die überstandene Pandemie, aber es soll ein Hilferuf an die Heilige Corona sein, die Bevölkerung im Kampf gegen diese Pandemie und ihre Folgen zu unterstützen. Ist die Heilige Corona doch bezeichnenderweise für die Abwehr von Seuchen zuständig.

Platz während seiner vielen Spaziergänge gefunden

Mit viel Liebe zum Detail ließ er das Kreuz sanieren und fand in einem umliegenden Steinbruch auch einen passenden naturgewachsenen, regionalen Granit als Fundament. Den richtigen Platz für dieses besondere Marterl fand Braunsteiner bei einem seiner zahlreichen Spaziergänge quer durch seine Heimatgemeinde. Nach Rücksprache mit Bürgermeisterin Gabi Kernstock stand der Aufstellung nichts mehr im Wege. Coronabedingt wurde das neue Martel im kleinen Kreise noch vor dem Lockdown aufgestellt und von Pater Clemens im Beisein einiger Vertreter der Gemeinde und des Pfarrgemeinderates gesegnet.

In 50 Jahren wird man sich an die Zeit der Pandemie erinnern, die dann, wie die Pest, der Vergangenheit angehört. Robert Porod hat dieses Marterl, wie schon die 70 weiteren Kleinflurdenkmäler in der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen, mit einem QR-Code versehen, um in Sekundenschnelle, mithilfe des Smartphones, alles Wissenswerte dazu abrufen zu können.