Johannes Wildner wechselt ins Schauspielfach. Zuerst auf Schloss Thalheim bei St. Pölten, dann auf der Burg Gars ist Intendant Johannes Wildner (mit Sohn Andreas) als Geiger und als Erzähler zu sehen und zu hören.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:21)
Intendant Johannes Wildner ist der Erzähler in „Ich, Beethoven.M. Kalchhauser
M. Kalchhauser

Wer Johannes Wildner, den Intendanten der Oper Burg Gars, kennt, weiß um seine nationale und internationale Stellung als Dirigent, aber auch um seine Professionalität als Geiger, war er doch viele Jahre Mitglied der Wiener Philharmoniker. Als studierter Musikwissenschafter glänzt er außerdem mit schier unendlichem Fachwissen, seine Reputation am Dirigentenpult manifestiert sich unter anderem dadurch, dass er seit Jahren Professor für Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist.

Sohn Andreas Wildner ist Beethovens Neffe Karl und spielt Klavier.
R. Kornell

Am kommenden Sonntag, 1. März, auf Schloss Thalheim bei St. Pölten und dann am Freitag, 3. April, auf der Burg Gars kann man ihn in einer anderen, neuen Rolle, nämlich als Schauspieler kennenlernen. Da wird nämlich das Bühnenstück „Ich, Beethoven“ von Michael Korth mit Johannes Wildner und seinem Sohn Andreas als Pianist sowie dem Europaballett unter der Regie von Michael Fichtenbaum (ur)aufgeführt.

In Korths Bühnenstück über das Leben Ludwig van Beethovens, dessen Geburtstag sich heuer bekanntlich zum 250. Mal jährt, schlüpft Johannes Wildner in die Rolle des großen Komponisten. Gesprächspartner im Stück ist Beethovens Neffe Karl (verkörpert von Andreas Wildner) nach dessen Selbstmordversuch 1826, sieben Monate vor Beethovens Tod. Die beiden Vollblutmusiker interpretieren Beethovens Musik im Stück virtuos. Dazu lässt Regisseur Michael Fichtenbaum Tänzer des Europaballetts schemenhaft die Gestalten pantomimisch-tänzerisch darstellen, über die gesprochen wird, wie zum Beispiel Beethovens Mutter oder seine Geliebte.

„Beethoven-Marathon“ mit allen Symphonien

In Gars ordnet sich das Werk in den Beethoven-Schwerpunkt 2020 ein, der seinen ultimativen Höhepunkt im „Beethoven-Marathon“ am 31. Juli findet. Dabei erklingen alle neun Symphonien Beethovens an einem Abend, dargeboten von Chor und Orchester der Oper Burg Gars und dem Franz Liszt Symphonieorchester Sopron unter der musikalischen Leitung von Johannes Wildner.