Spatenstich für das neue Dorfzentrum. In Klein-Meiseldorf entsteht heuer ein 1,8 Millionen Euro teures Zentrum mit Nahversorger und Veranstaltungssaal.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 09. Januar 2019 (05:16)
Thomas Weikertschläger
Beim Spatenstich für das neue Dorfzentrum in Klein-Meiseldorf: Vizebürgermeister Erich Nendwich, Martin Ziegler, Architekt Johannes Kislinger, Bürgermeister Niko Reisel, Landesrat Ludwig Schleritzko, Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Daniela Obleser, Julius Kiennast, Matthias Pithan und Martin Diesner.

Es wird ernst: Nach dem Spatenstich zum Jahresende steht der Baustart für das neue Dorfzentrum in Klein-Meiseldorf bevor – und schon der große Andrang bei diesem Ereignis zeigte, dass die Vorfreude auf das neue „Schmuckkasterl“, für das 1,8 Mio. Euro vorgesehen sind, in der Ortsbevölkerung groß ist.

Architekt: Leben kehrt in den Ort zurück

Architekt Johannes Kislinger bezeichnete das Projekt als „schön, weil es aus dem Dorf selbst entsteht“. Mit dem neuen Dorfzentrum kehre das Leben, das hier schmerzlich vermisst werde, nach Klein-Meiseldorf zurück.

Das Projekt besteht aus zwei Gebäuden, die durch einen dazwischen liegenden Platz verbunden sind. Im Gebäude, dass direkt neben dem Feuerwehrhaus errichtet wird und das rund 200m 2 groß ist, wird ein Nahversorgungsgeschäft mit einem knapp 100m 2 großen Verkaufsraum untergebracht, in dem man sich mit den „Dingen des täglichen Bedarfs eindecken“ könne, so Bürgermeister Nikolaus Reisel.

Dadurch würden Einkaufsfahrten nach Eggenburg oder Horn nicht mehr notwendig werden. Außerdem wird in diesem Geschäft eine Ecke mit „Konsumationsplätzen“ eingerichtet. Damit soll das Geschäft auch gleichzeitig Kommunikations-Treffpunkt des Dorfes werden. Außerdem sind in diesem Gebäude noch Büro-, Kühl- und Lagerräumlichkeiten untergebracht. Im Untergeschoß wird ein rund 60m 2 großer Jugendraum errichtet, der über eine Treppe direkt mit dem FF-Haus verbunden sein wird.

Knapp 80 Bürger an Planung beteiligt

Im zweiten Gebäude wird neben einem großen Foyer, einer Küche und einem 50m 2 großen Mehrzweckraum für die Nutzung durch einen Arzt, Therapeuten oder einen mobilen Friseur als Herzstück ein rund 110m 2 großer Veranstaltungssaal zu finden sein. Durch eine gläserne Schiebetür soll dieser Raum auch mit dem zwischen den Gebäuden liegenden Platz verbunden sein. Dieser Platz soll neben 14 Stellplätzen, einem Behindertenparkplatz und einer E-Ladestation auch genug Raum für Veranstaltungen bieten. Für die Energieversorgung des neuen Dorfzentrums wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert.

Besonders stolz zeigte sich Reisel über die große Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung des Projektes. Knapp 80 Personen hätten sich in den diversen Planungsschritten eingebracht. Als Partner für das Nahversorgungsgeschäft wurde mit der Firma Kiennast aus Gars ein kompetenter Partner gefunden.

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