Station im Horner Klinikum wegen Corona gesperrt. Wie Regionalmanager-Stellvertreter Thomas Schmallegger auf NÖN-Anfrage bestätigte, wurde eine Station des Landesklinikums Horn wegen positiver Corona-Fälle vorübergehend gesperrt. Die Station wird einer "Grundreinigung" unterzogen, Auswirkungen auf die Patienten habe dieser Schritt nicht.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 09. April 2020 (14:39)
Landesklinikum Waldviertel Horn
NOEN

Nachdem ein stationärer Patient der "Interne 2", der zuvor negativ auf COVID-19 getestet worden war, wider Erwarten die typischen Symptome des neuartigen Virus zeigte, erfolgte eine nochmalige Testung mit einem dann positiven Ergebnis, berichtete Schmallegger. Zur Sicherheit der Patienten und Klinikum-Mitarbeiter wurden weitere Tests von Kontaktpersonen durchgeführt und sechs weitere Patienten, die bei fehlender Symptomatik nicht als Verdachtsfälle geführt wurden, positiv getestet. Eine Patientin wurde unter Heimquarantäne in häusliche Pflege entlassen, sechs Patienten wurden ins Landesklinikum Waidhofen/Thaya transferiert.

Da insgesamt 30 Mitarbeiter mit den betreffenden Patienten Kontakt hatten, wurden die noch verbliebenen Patienten auf andere Stationen im Haus verteilt und die betroffene Pflegestation vorübergehend für eine Grundreinigung gesperrt. Die Mitarbeiter, die Kontakt hatten, wurden dienstfreigestellt und werden entsprechend den vorgegeben Richtlinien in den nächsten Tagen getestet.

"Akutmedizinische Versorgung bleibt aufrecht"

Martin Breitenseher, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Horn, betonte, dass der Betrieb im Landesklinikum Horn trotz dieses Vorfalles uneingeschränkt aufrecht sei und den Menschen der Region für alle akutmedizinischen Versorgungen zur Verfügung stehe. "Die schon bestehenden strengen Schutzvorschriften, die im Landesklinikum Horn bisher ähnliche Vorfälle verhindert haben, werden nochmals evaluiert und verschärft", sagte Breitenseher.