Altenburg

Update am 29. Januar 2018, 14:15

von Martin Kalchhauser

Bescheidenheit zierte Abt Bernhard Naber. Trauer um ehemaligen Klostervorstand, der viele Akzente für Stift Altenburg setzte, aber meistens im Hintergrund wirkte.

Bernhard Naber (im Vordergrund) mit seinem Nachfolger Abt Christian Haidinger  |  Archiv

In den Morgenstunden des 27. Jänners wurde der frühere Abt des Stiftes Altenburg, Bernhard Naber, im 84. Lebensjahr von dieser Welt abberufen.

Als Alois Naber in Groß Motten geboren, übersiedelte die Familie bald nach Fuglau, ehe er am Horner Gymnasium maturierte. 1953 legte er in Altenburg die Ewige Profess ab und studierte in Salzburg Theologie. Ab 1961 leitete Naber das neu gegründete Sängerknabeninstitut, wo er für viele seiner „Buben“ zum Vater wurde.

1978 wählten ihn seine Brüder zum 50. Abt des Stiftes Altenburg. Sein einfacher Lebensstul und seine glaubhafte Bescheidenheit zeichneten ihn in seiner 27-jährigen Dienstzeit als Abt aus, während der er auch in vielen anderen Funktionen (Novizenmeister, Klerikermagister, …) segensreich wirkte. Für die Österreichische Benediktinerkongregation übernahm er das Amt des Ökonomen.

Bernhard Naber  |  Archiv

„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“, lautete sein Lebensmotto – und diesem wurde er auch mit seinem Engagement für „Horn hilft Lettland“ gerecht. 116 Hilfstransporte erreichten bis 2017 das Baltikum.

Im Stift intitiierte oder ermöglichte Abt Bernhard zahlreiche Projekte auf kulturellem Gebiet (Allegro Vivo, Sommerspiele) und leitete die Generalsanierung ab 1989 sowie die Neugestaltung der Stiftsgärten in die Wege.

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Auch im „Unruhestand“ war der Benediktiner am Klosterleben interessiert und wirkte bis zu einem schweren Sturz Ende 2016 als Beichtvater und Aushilfspriester. Danach war er stiller Beter im Krankenzimmer.

Das Begräbnis des Alt-Abtes findet am Freitag, 2. Februar, 14 Uhr, im Stift Altenburg statt. Betstunden mit Verabschiedungsmöglichkeit gibt es am Mittwoch, 31 1., und Donnerstag, 1. 2., jeweils um 19 Uhr, in der Stiftskirche.