Konzert: Zwei Blechbläser mit vier Stimmen

Alexander Kastner und Josef Koppensteiner aus Zwettl zeigten Möglichkeiten ihrer Instrumente beim Konzert in der Basilika des Stiftes Geras auf.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 03:53
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Bei dem anspruchsvollen Konzert in Geras begeisterte Alexander Kastner mit der Piccolotrompete, Josef Koppensteiner mit seiner gewaltigen Tuba.
Foto: Nowak

Dass man mit zwei Blasinstrumenten einfühlsam und virtuos gleichzeitig vier Stimmen spielen kann, bewiesen die beiden Zwettler Musiker Alexander Kastner (Leiter der Zwettler Musikschule) und Josef Koppensteiner (Musik- und Physikprofessor am Zwettler Gymnasium) bei ihrem Konzert in der Basilika des Stiftes Geras am Sonntag. Unter dem Titel „Von den Höhen und Tiefen des Blechs“ gestalteten sie ein hörenswertes Konzert, das vom Barock bis zur Moderne reichte und nützten dabei durch den Einsatz einer Loop-Station die Möglichkeiten, eine oder zwei Stimmen auf das digitale Gerät aufzuspielen und es bei der anschließenden Wiedergabe – wie bei Henri Purcels „Chaconne“ – vierstimmig wieder zu geben.

Dabei nutzten sie ihr im Lockdown vervollständigtes Können, verschiedene Blechblasinstrumente – wie bei Pergolesis „Pulcinella“ Trompete und Posaune – in Harmonie mit Leichtigkeit zu beherrschen. Bei „Sun-dried-Flowers“ einem Stück, das Sohn Maximilian für seinen Vater Alexander Kastner geschrieben hat, bewies dieser seine Perfektion an der Piccolotrompete, bei L‘Esprit chalereux von Manuel Gutmann Josef Koppensteiner sein Können auf der Tuba.

Insgesamt ein sehr gelungener und stimmiger Konzertabend, der sich mehr Besucher verdient gehabt hätte.