Horner VS und MS: Gut vorbereitet in den Lockdown. Volks- und Mittelschulen stellen sich Herausforderung mit neuen Angeboten.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. November 2020 (05:21)
Die Eggenburger NMS-Direktorin Judith Grafinger (links) und die Horner VS-Direktorin Andrea Dittrich.
Archiv (Grafinger) bzw. Kornell

Gut vorbereitet auf die neue Situation sind die Volks- und Mittelschulen im Bezirk Horn. Die NÖN hat sich in den Direktionen umgehört.

Lernpakete für Volksschüler

In der Horner Volksschule etwa haben die Lehrer für ihre Schützlinge Material in Wochenpaketen zusammen gestellt.

Die Horner VS-Direktorin Andrea Dittrich.
Kornell

Das erste bekamen die Kids am vergangenen Montag ausgehändigt, künftig soll jeweils am Montag das erledigte Material in die Schule gebracht und neues abgeholt werden, erklärt Direktorin Andrea Dittrich. Dabei wird eingeteilt, wer wann kommen darf, um die geforderten Sicherheits-Maßnahmen einzuhalten.

Krisenteam erstellte Pläne

Auch, wenn sie gehofft habe, dass nur die Sekundarstufe I (Mittelschulen und Gym-Unterstufe) nun auch heruntergefahren werden, habe ein Krisenteam in den vergangenen Wochen an der Erstellung eines Plans für den Fall, dass auch die Volksschulen geschlossen werden, gearbeitet, sagt Dittrich.

Die Eggenburger NMS-Direktorin Judith Grafinger.
Archiv

Auch in der NMS Eggenburg habe man sich seit September mit der Nutzung von Online-Plattformen gut auf die Möglichkeit eines Lockdowns vorbereitet, erzählt Direktorin Judith Grafinger. Daher gehe man auch „entspannter als im März“ an die Situation heran.

Dass Maßnahmen angesichts der aktuellen Zahlen notwendig seien, könne man nicht abstreiten, sagt Dittrich: „Die Gesundheit geht einfach vor. Der Wunsch meines Lehrerteams ist es aber, dass wir am 7. Dezember wieder in der Schule starten können.“

Betreuungsangebot angenommen

Schon jetzt sind mehr Kinder für die Betreuung in der Schule angemeldet als im Lockdown im Frühjahr. Dittrich rechnet damit, dass täglich etwa 20 Kinder in der Schule betreut werden müssen.

Wichtig sei, diese Möglichkeit nur in Anspruch zu nehmen, wenn sie tatsächlich gebraucht werde. Aber: „Auch, wenn sie die Kinder nur tageweise betreuen lassen, kann das für viele Eltern schon eine enorme Entlastung darstellen“, sagt Dittrich.

Zusätzliche Services geboten

Einen Dank für Verständnis, Geduld und die gute Zusammenarbeit richtet auch die Eggenburger NMS-Direktorin Judith Grafinger an die Eltern. „Sie leisten genauso wie die Lehrer derzeit großartiges“, sagt sie.

Die Kinder können in der NMS Eggenburg übrigens auch stundenweise betreut werden, falls notwendig. Als zusätzliches Angebot für Eltern gibt es an diesem Mittwoch auch einen Online-Elternabend, bei dem Fragen zur aktuellen Situation gestellt werden können.

Weiter telefonisch und online steht auch die Schulsozialarbeiterin den Kindern zur Verfügung. Ebenfalls zur Verfügung stellt die Schule im Bedarfsfall Endgeräte für die Schüler, damit die Aufgaben zu Hause bewältigt werden können. Auch in der Schule selbst stehen dafür Geräte zur Verfügung.