Theatergenuss mit "süßer Verführung" in Horn. Das Theaterfestival für „Szene Waldviertel“ verwandelte am vergangenen Wochenede den Campus Horn wieder in eine große Bühne.

Von Red. Horn. Erstellt am 19. Oktober 2020 (11:51)

Auch am dritten Festival-Wochenende gab es eine Menge Highlights für Theaterliebhaber zu bestaunen. Auf dem Programm standen diesmal erfrischende Formate.

Im Zeichen der Verführung

Der Freitag stand im Zeichen der „Verführung“. Mit „Chocolat – Kunst & Schokolade“ wurde im Weitblick hoch über den Dächern Horns gestartet. „Wir lieben, was wir tun, diese Passion leben wir jeden Tag!“ – dieser Satz, der auch für viele Künstler und die Kultur ansich zutrifft, sehen Helga und Christoph Steindl als ihr Motto.

Zwischen den musikalischen Beiträgen präsentierten Landwirtin Helga Steindl und Chocolatier Eszter Lukenics ihre Kürbiskern- Kollektion (die NÖN berichtete darüber).

Die gefüllten Schokoladepralinen, die so klingende Namen wie Grüne Versuchung, Erfüllung, Frühlingserwachen, Knusprige Belohnung, Sommerliebe und Samtmond tragen, sind „in sorgfältiger Handarbeit in Österreich hergestellt“, betonte Lukenics. Bei der Herstellung kommt ausschließliche Steindls mehrmals ausgezeichnetes Kürbiskernöl und Kürbiskerne zur Verwendung.

In die Welt der Kultur gezaubert

 „Jeder Satz, jede Melodie, jede Bewegung und jedes Spiel der Künstler an diesem Abend zaubert das Publikum in die Welt der Kultur“ – Initiator Stephan Rabl versprach nicht zu viel.

Den Anfang machte Noma Nkwali mit stimmgewaltigen Gesangseinlagen. Virtuos folgte Sara Kowal an der Harfe. Anschließende wechselte die Besucher in die Kulisse des Campus zur Aufführung von „Amour Fou“. Scharmien Zandi und Sarah Scherer begeisterten mit ihrer Chanson-Show mit Texten von anonymen Autorinnen. Es war ein einzigartiges und mitreißendes Cross-Over zwischen Musik, Literatur und Theater.

Rückkehr zur Normalität 2021? 

Die Situation für die Kunstbranche – wie für viele andere Branchen – sei weit entfernt von der Normalität, meinte Rabl. Er hofft, zu dieser Normalität 2021 zurück kehren zu können. Seine erste Bilanz für 2020 fällt übrigens trotz Corona postiiv aus: Von den Aufführungen „Pinocchio“, „Alltag“ und „Vergesst Zwerg Nase“ für die Kleinsten bis hin den Aufführungen für die Großen in der Kulisse waren die Events durch die Bank gut besucht.

Rabl und sein Team wurden von allen Seiten mit Lob und Anerkennung bedacht, die Szene Waldviertel sei ihrem Ruf als eines der bundesweit renommiertesten Theaterfestivals für junges Publikum gerecht geworden. „Kinder brauchen Orte, an denen sie die Wirklichkeit mit den Mitteln der Kunst befragen und sich mit wichtigen Themen in einem ästhetischen Kontext auseinandersetzen können“, sagte Rabl abschließend.

Noch Programm im Finale

Nächstes Wochenende bespielt „Szene Waldviertel“ Groß Siegharts. Am 30. Oktober steht das Stück „Die Pest in Wien“ im Weitblick des Campus auf dem Programm. Am 31. Oktober gastiert Bryan Benner mit einem Late-Night-Liederabend ab 20 Uhr im Weitblick.