Peter Hofbauer: „Schülerheim ist auch für Horner eine Alternative“

Erstellt am 19. Mai 2022 | 04:30
Lesezeit: 4 Min
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Peter Hofbauer (vorne) hat von Gerhard Lentschig die Führung des Bundesschülerheimes in der Wiesengasse übernommen.
Foto: Rupert Kornell
Peter Hofbauer folgt Gerhard Lentschig als Leiter des Bundesschülerheims. Beim „Kids Day“ kann man Einblick in das Angebot gewinnen, von der Lernbetreuung bis zur Freizeitbeschäftigung.
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Vor Jahrzehnten gab es insgesamt sieben (!) Schülerheime bzw. Konvikte in Horn, etwa das Mädchen- und zwei Knabenkonvikte (eines wurde vor wenigen Jahren abgerissen, dort sind eben 62 Wohnungen vor der Fertigstellung), das Lilienfelder- oder das Zwettlerheim, übrig geblieben ist nur mehr das Bundesschülerheim in der Wiesengasse.

Und das hat seit Kurzem einen neuen Leiter: Peter Hofbauer folgt dem nunmehrigen Bürgermeister Gerhard Lentschig nach, der seinen Dienst im Herbst des Vorjahres beendet hat, sein durch Überstunden angefallenes Zeitkontingent ist mit Ende Februar abgelaufen. Hofbauer ist seit zehn Jahren auch Direktor der Handelsakademie und Handelsschule in Horn.

Ein großes Anliegen ist die Öffnung des Hauses

Was Lentschig in die Wege geleitet hat, setzt nun Hofbauer konsequent fort, nämlich die Öffnung des Hauses, und das nicht nur für Schüler. So hat es Lentschig in Absprache mit dem Landesschulrat ermöglicht, dass während der Sommerferien Teilnehmer der Sommerakademie von Allegro Vivo das Haus bis zum letzten Platz besetzen. Plätze gibt es genug, denn 63 Betten in Ein- bis Dreibettzimmern stehen den jungen Menschen zur Verfügung. Während der Schulzeit ist etwa die Hälfte dieser Betten belegt, also noch „Luft nach oben“ …

Lernbetreuung und gesunde Ernährung im Vordergrund

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Unterbringung junger Leute hauptsächlich aus der Oberstufe, und da wieder auf der HLW, die ihren Wohnort meist weit außerhalb von Horn haben. „Schüler der HAK und des Gymnasiums nehmen es kaum in Anspruch, weil es ja in den jeweiligen Bezirkshauptstädten ein entsprechendes Angebot gibt, während nicht überall HLWs zu finden sind“, weiß Hofbauer.

Zur Öffnung des Hauses gehört aber auch, dass man es den Horner und Jugendlichen aus der näheren Umgebung schmackhaft macht. „Viele Horner“, so Hofbauer, „wissen gar nicht, dass man unser Angebot auch nutzen kann, auch wenn man nicht dauerhaft während der Schulzeit hier wohnt. Man kann nämlich auch als ,Externer‘ zu uns kommen.“

Diese können nach der Unterrichtszeit ihr Mittagessen – es gibt neben dem „normalen“ auch täglich ein vegetarisches Menü – zu sich nehmen und werden anschließend, wenn gewünscht, bis in den Abend hinein von Pädagogen bei den Aufgaben unterstützt. Wichtig zu erwähnen ist für Hofbauer, dass neben der Lernbetreuung auf gesundes Essen großer Wert gelegt wird. „Nicht umsonst beschäftigen wir acht Leute in der Küche. Das ist zwar ein großer Personalaufwand, aber wir machen das gerne.“

Angebot in der Freizeit lässt keine Wünsche offen

Schließlich wird hier nicht nur für die eigene Klientel gekocht, auch Schüler des Gymnasiums profitieren davon, wenn das Essen ins „Gym“ geliefert wird. „Und die Kinder nicht von Wurstsemmeln, Pizzas und süßen Getränken leben müssen, sondern eine ,ordentliche‘ Mahlzeit bekommen. Außerdem werden sie so für gesunde Ernährung sensibilisiert.“

Weil man aber nicht nur vom Essen und Lernen leben kann, gibt es auch ein umfangreiches Freizeitangebot. WLAN ist eine Selbstverständlichkeit (Hofbauer: „In den Ferien wird dazu eine Glasfaserleitung in stalliert!“), im großen Garten kann man ebenso verschiedenen sportlichen Interessen nachgehen wie im Haus etwa im Fitnesscenter, im Billard- oder Tischtennisraum.

Gelegenheit, das Haus und die verschiedenen Einrichtungen kennzulernen, besteht beim „Kids Day“, am Samstag, 21. Mai, von 9 bis 13 Uhr, an dem etwa das Rote Kreuz, die Jugendfeuerwehr Horn oder die Österreichische Gesundheitskasse vor Ort sind.

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