Horner Model auf Erfolgswelle. Trotz Coronakrise zieht Qendresa Bulliqi reihenweise Top-Aufträge an Land.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 25. August 2021 (04:33)
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Für Künstlerin & Designerin Elea Orly ließ sich Qendresa Bulliqi von Fotograf Roman Groesswang ablichten.
Roman Groesswang

Quendresa Bulliqi schwimmt auf der Erfolgswelle. Die Hornerin startete im Vorjahr so richtig als Model durch (die NÖN berichtete). Auch wenn ihre durch die Coronapandemie ein paar Stolpersteine in den Weg gelegt wurden, ging es in den vergangenen Monaten mit ihrer Karriere weiter steil bergauf. Mittlerweile ist Quendresa Bulliqi zu einer kleinen regionalen Berühmtheit geworden.

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Macht in jeder Pose gute Figur: Die Hornerin Qendresa Bulliqi.
Roman Groesswang

Fast täglich im Model-Stress für C&A, Takko, Intersport, Fussl und Co. Sie selbst ist trotz des schwierigen Zeitpunktes für den Start der Modelkarriere mehr als zufrieden.

„Meine Agentur 1st Place Models hat sich das vergangene Jahr über viel Mühe gemacht und jede Menge Aufträge organisiert“, erzählt sie. In Summe seien diese zwar weniger gewesen als vielleicht in normalen Zeiten möglich, doch seit Frühling wurde es stetig mehr. „Darüber bin ich wirklich froh, denn ich habe das Modeln bereits sehnsüchtigst vermisst“, offenbart das Model.

Mittlerweile ist sie fast jede Woche für Castings, Shootings und Ähnliches unterwegs. Ihre persönlichen Highlights der vergangenen Monate waren dabei Modeshows für C&A, Takko Fashion und Cecil. Auch für Labels wie Intersport, Fussl Modestraße und Bonita war sie auf dem Laufsteg zu sehen. Besonders war außerdem ihr Mitwirken bei der „Vagary Show“, einer Video-Modeshow ohne Live-Publikum für Designerin Nadine Matt. „Es war eine ganz besondere Erfahrung. Auf dem Laufsteg mit Live-Publikum ist aber trotzdem noch mal etwas anderes“, erzählt Bulliqi. Ein bisschen Nervosität gehöre trotz der mittlerweile gewonnenen Routine auch dazu.

Plan B: „Nebenjob“ als zahnärztliche Assistentin

Neben der Modelkarriere arbeitet die gebürtige Kosovarin als zahnärztliche Assistentin. Vom Modeln allein kann sie noch nicht leben. Ohnehin vertritt sie aber die Meinung, dass man im Leben einen Plan B braucht. „Der Beruf gibt mir Sicherheit, zumindest bis ich vielleicht irgendwann auch international durchstarte“, betont Bulliqi. Sollte der große Erfolg kommen, könne man immer noch die Prioritäten abwiegen.

Vorerst bleibt es aber bei der Zweiteilung. „Ich sage immer, von Montag bis Freitag bin ich zahnärztliche Assistentin und am Wochenende bin ich Model.“ Aktuell ist sie aufgrund der guten Auftragslage fast jedes Wochenende in Wien. Dort findet der Großteil ihrer Shootings statt. In Zukunft soll es aber auch ins Ausland gehen. Dieser Plan stand schon von Beginn an fest. Corona machte allerdings auch hier einen Strich durch die Rechnung. „Im Vorjahr waren schon Aufträge in Asien im Gespräch, aber man konnte dann natürlich nicht fliegen“, erzählt Bulliqi.

Internationale Karriere zeichnet sich ab

Mittlerweile gibt es aber auch an dieser Front Neuigkeiten. „Es ist wieder etwas Internationales in Planung. Ein Casting dafür hatte ich sogar schon.“ Gemeinsam mit dem renommierten Modelmanager Dominik Wachta soll der Sprung auf die internationale Bühne auch gelingen. Der Agenturchef von „1st Place Models“ ist seit 22 Jahren in der Modebranche tätig und bringt die nötigen Kontakte mit. Für ihn und die Agentur hat Bulliqi nur Lobeshymnen: „Für mich ist unsere Agentur einfach mehr als eine Agentur, das ist eine echte Familie.“

Die Agentur bleibt mit einem Kreis aus nur 18 Models recht exklusiv. Bei diesem Konzept könne man laut Wachta auch wirklich jedem Model die nötige Aufmerksamkeit schenken. „Am Ende ist es dann natürlich auch ein Unterschied ob sich in der Krise die Jobs wie bei großen Agenturen auf 300 Models aufteilen oder wie bei 1st Place Models auf einen qualitativ hochwertigen Kader von 18 Models“, sagt Wachta.

So stehen für Quendresa Bulliqi auch in Zukunft alle Türen offen. Nach den jüngsten Castings könnte sie vielleicht bald schon für die Supermarktkette Hofer oder die Firma Formital zu sehen sein.