10.000er-Marke geknackt! Horn ist im Aufwind. Die Stadt Horn verzeichnete im Vorjahr um 4,5 Prozent mehr Nächtigungen als 2017. Auch Gästeankünfte steigen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 23. Januar 2019 (06:23)
Symbolbild
APA/Georg Hochmuth

Ein Plus bei Nächtigungen und Gästeankünften konnte die Stadt Horn im Jahr 2018 verzeichnen. Im Vorjahr weist die Tourismusstatistik für die Bezirkshauptstadt 21.266 Nächtigungen auf – und somit um 928 (4,5 Prozent) mehr als 2017. Bei den Gästeankünften gibt es sogar ein Plus von 6,3 Prozent (von 9.603 auf 10.209).

Rosenburg, Grill-WM, Allegro Vivo locken

Als „grundsätzlich sehr positiv“ bezeichnete Tourismus-Stadtrat Marco Stepan die Entwicklung. Die Stadt Horn habe neben Museumsbesuchern (5727 Besucher im Jahr 2018) eher den Veranstaltungstourismus, trotzdem biete sich Horn als zentraler Punkt für viele Ausflugsziele in der Umgebung – Rosenburg, Stift Geras, Maria Dreieichen, Eggenburg und Altenburg – an, sagt Stepan.

SPÖ-Stadtrat Marco Stepan
NOEN

Daneben seien die Horner Festtage ein sehr starker Magnet für den Tagestourismus, weil es sich als Familienfest weit über die Grenzen des Bezirks etabliert hat. Auch wenn Horn eine sehr schöne Stadt sei, so gebe es kaum Sehenswürdigkeiten, die als „Touristenmagnet“ bezeichnet werden könnten.

Der Tagestourismus sei auch durch die Verlegung der Grillweltmeisterschaft auf einen eigenen Termin abseits der Festtage gestärkt worden. Zudem werde der Wohnmobilstellplatz am Festgelände ebenfalls regelmäßig genutzt. Ein weiteres Angebot, das viele Gäste nach Horn lockt, sei das Musikfestival „Allegro Vivo“, das auch internationale Gäste nach Horn locke. Ansonsten komme ein Großteil der Gäste aus Wien und Niederösterreich, aber auch den übrigen Bundesländern.

Auffällig ist, dass sich die Zahlen im ersten Halbjahr eher nach unten entwickelten, dann ab Juni stark nach oben gegangen sind. Ob zu dieser Entwicklung auch der neue Campus Horn beigetragen habe? „Ein Projekt wie der Campus Horn kann sich, meiner Meinung nach, nur positiv auswirken – das zeigen auch die Zahlen. Um dies jedoch wirklich beurteilen zu können, müssen wir die Zahlen von 2019 abwarten“, meint Stepan.

Museums-Umbau soll weitere Gäste anlocken

Damit der positive Tourismus-Weg weiter beschritten werden kann, hat die Stadtgemeinde schon in den Umbau der Horner Museen investiert (die NÖN berichtete). Weitere größere Tourismusprojekte sind seitens der Stadtgemeinde derzeit aber nicht geplant. Denn: „Natürlich würde ich mir ein Schloss Schönbrunn oder einen Stephansdom für Horn wünschen – allerdings sind Projekte, die den Tourismus ankurbeln, mit Abstand die teuersten. Und dann müssen sie erst fruchten“, erklärt Stepan. Auch weitere große Veranstaltungen könne man nicht aus dem Hut zaubern.