Abschied von Richard Zecha. Exakt an seinem 90. Geburtstag verstarb der liebenswürdige Horner im Stephansheim.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 02. April 2021 (12:30)
Das Horner Original Richard Zecher verstarb am 30. März an seinem 90. Geburtstag.
Rupert Kornell

Es wird wohl kaum einen Horner geben, der Richard Zecha nicht gekannt hat. Zeit seines Lebens war er in der Stadt – und nicht nur da – präsent. Am 30. März, exakt an seinem 90. Geburtstag, verstarb er im Horner Stephansheim und wird in aller Stille am Friedhof in Horn beigesetzt.

Geboren am 30. März 1931 in Krakau in Polen kam er als Siebenjähriger mit seinen Eltern nach Horn, besuchte hier die Volksschule und das Gymnasium und trat nach der Matura 1951 als Praktikant in die Sparkasse ein. Hier wurde er nach erfolgreich abgelegten Prüfungen in den „Beamtenstand“ übernommen und war danach in verschiedenen Abteilungen tätig – Girogeschäft, Buchhaltung, Spareinlagen – , ab 1969 als Hauptkassier und später auch als engagierter und versierter Leiter des Reisebüros in der Horner Sparkasse bis zur Pensionierung am 31. August 1999.

So wie seine Kollegen in der Sparkasse werden auch die beim Roten Kreuz „Richi“, wie der liebenswürdige, stets fröhliche Mensch genannt wurde, in Erinnerung behalten. Er war seit 1953 Rotkreuz-Mitglied, von 1972 bis 2006 Bezirksstellenkassier und zuletzt als begeistertes Mitglied der Gesundheits- und Sozialen Dienste speziell bei Seniorentreffs und betreutem Reisen aktiv. In seiner knapp 70-jährigen, verdienten Laufbahn im Roten Kreuz wurden ihm die Verdienstmedaille in Silber, das Dienstjahresabzeichen in Gold für 60 Jahre Rot-Kreuz-Dienst sowie die Journaldienstspange in Bronze verliehen.

Und da war dann noch sein großes Hobby neben dem Reisen, nämlich die Schauspielerei. In der Ära Alexander Waechters auf der Rosenburg begeisterte er in extra für ihn geschriebenen Rollen das Publikum und hatte auch als Mitglied des Empfangskomitees immer ein freundliches Wort für die Besucher.