Maigener Johannes Gschweidl gewann Bandwettbewerb. Der Maigener Johannes Gschweidl gewann den Bandcontest des Radiosenders 88.6.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:22)
„Da Jo“ (3. von links) feierte im unverkennbaren Bademantel den Sieg beim 88.6-Bandcontest gemeinsam mit seiner Band.
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Der heurige 88.6-Bandcontest fand am Wochenende eine Entscheidung – und der Sieg geht nach Horn. Johannes Gschweidl, auch bekannt als „Da Jo“, kürte sich bei einem online aus der Ottakringer Brauerei gestreamten Wettbewerb zum glücklichen Gewinner.

Noch im August zeigte sich der aus Maigen stammende Gitarrist und Sänger selbst über die Nominierung überrascht (die NÖN berichtete). Beim ersten Halbfinalvoting rutschte er zudem nur knapp als Drittplatzierter ins Finale. Jetzt stellte er das gesamte Voting, bestehend aus Jury- und Publikumsstimmen, auf den Kopf. Zum ersten Mal als Solokünstler auch mit Band zu hören, triumphierte er vor den beiden anderen Acts, „Fat Chester“ und „Le Craval“.

„Da Jo“ ist nach dem Sieg überglücklich: „Wir haben als Band vorher zwar nur zweimal geprobt, doch es ist trotzdem wirklich gut angekommen.“ Kleiner Wermutstropfen war das fehlende Publikum, denn aufgrund der aktuellen Situation war der Auftritt nur übers Netz zu sehen. „Es ist natürlich schade, weil 1.500 Leute in die Brauerei gepasst hätten. Das wäre für mich ein riesengroßer Auftritt gewesen.“ Gespielt wurden die beiden selbst geschriebenen Songs „Wöd Untergaunga“ und „Oktoberlove“ sowie ein vom Publikum entschiedener Song. Die Wahl fiel auf „Wannabee“ von den „Spice Girls“, in der Version von „Da Jo“ nach eigenen Worten etwas schräger als im Original.

Bademantel fast schon Markenzeichen

Das Konzert selbst absolvierte „Jo“ im mittlerweile fast schon zum Markenzeichen gewordenen Bademantel. In diesem ziert er nicht nur das Cover des aktuellen Albums „Chez Pomali“, sondern trägt ihn auch im Musikvideo zu „Wöd Untergaunga“. Zu dem etwas kuriosen Bühnenoutfit kam noch eine getigerte Badehose hinzu, um damit endgültig zum Blickfang zu werden. „Ich hab lange überlegt, aber bei so etwas muss man auch optisch ein wenig Aufmerksamkeit generieren“, erklärt Gschweidl witzelnd. Die Frage, ob man ihn jetzt öfter im Bademantel auf der Bühne wird sehen können, verneinte er aber. „Vielleicht irgendwann mal wieder, wenn der Moment passt. Aber sonst war es eher eine einmalige Sache.“

„Da Jo“ kann jetzt als Gewinner des Bandcontests so einige Preise abstauben. Eine neue E-Gitarre durfte er direkt mit nach Hause nehmen. Viel wichtiger dürfte für ihn allerdings eine anstehende Single-Produktion am SAE Institut und jede Menge Airplay im Radio sein. Zudem kommen, abhängig von der Covid-Situation, Auftritte beim „Vinyl & Music Festival“ und bei „Addicted to Rock“ im U4 hinzu. Durstig dürfte „Da Jo“ in nächster Zeit auch nicht bleiben, denn als Draufgabe gibt es für ihn einen Jahresvorrat an Ottakringer Bier.