5 Mio. Euro für neue Reha-Klinik. Schon im September wird im ehemaligen China-Zentrum mit den Arbeiten begonnen, ein Jahr später sollen sie abgeschlossen sein.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. August 2019 (05:12)
Rupert Kornell
Geschäftsführer Andreas Reifschneider (links) und der Ärztliche Leiter Primarius Friedrich Riffer sind ganz zuversichtlich, dass die „Reha neu“ – einen „richtigen“ Namen gibt es noch nicht – nach einem Jahr Umbauarbeiten im September 2020 in Betrieb gehen kann.

In Gars entsteht ab September neben der bestehenden Reha-Klinik eine weitere: „Es ist keine Dependance mit nur einem Bettentrakt, sondern eine zusätzliche, vollwertige Rehabilitationsklinik“, klärt Primarius Friedrich Riffer, ärztlicher Leiter der bestehenden Reha-Klinik, über die Pläne für eine neue auf. „Etwas anderes würde die BVA (Versicherung öffentlich Bediensteter, Anm.) auch gar nicht erlauben“, sagt er.

Noch im September werden die ersten Arbeiten mit dem Umbau des China-Zentrums starten. Über den genauen Zeitpunkt und was alles passiert, darüber werde die Bevölkerung am 27. August um 18 Uhr im Rittersaal der Burg Gars informiert, verspricht Andreas Reifschneider, mit Josef Berger Geschäftsführer der bestehenden Einrichtung mit 100 Betten.

25 Betten kommen in der „Reha neu“ – ein Name ist noch nicht gefunden – dazu, alles Einzelzimmer. Reifschneider: „Und so wie beim derzeitigen Haus werden im neuen auch sämtliche Therapien angeboten, kein einziger Patient muss das Haus verlassen. Auch eine Küche mit einer kleinen Cafeteria ist vor Ort. In den Umbau werden rund fünf Millionen investiert, mit der Inbetriebnahme gibt es weitere bis zu 20 Arbeitsplätze.“

Voll-Auslastung wohl auch im neuen Haus

Dass Bedarf nach einer zusätzlichen Einrichtung besteht, ist unbestritten. Die Garser Reha ist das ganze Jahr über zu hundert Prozent belegt, das ergibt also 36.500 Nächtigungen pro Jahr, ab 2021 werden dann wohl weitere 9.000 dazukommen.

„Unsere Patienten sind Menschen, die im Berufsleben stehen, manchmal auch arbeitslos sind und aufgrund ihrer psychischen Erkrankung wie etwa Burn-out hier gezielt behandelt werden“, weiß Riffer. „Sie sind in einem stabilen Zustand, aber doch so krank, dass sie im Moment ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Im Zentrum der Behandlung stehen Bewegung, Ernährung und die Betreuung im Hinblick auf psychische Probleme. Die Erfolgsaussichten nach sechs bis acht Wochen liegen bei rund 80 Prozent.“

Da es sich auch hier um eine Sonderkrankenanstalt handelt, ist das Haus nicht öffentlich zugänglich, aber der Weg zwischen China-Zentrum und Kamp bleibt weiter offen, sagte Reifschneider.

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