Daniel ist „nachhaltige Gestalterin 2019". Wenige Wochen nachdem die Brunnerin Cornelia Daniel in Brüssel für den internationalen „Roger Léron Award" nominiert war, wurde sie nun mit dem Preis „nachhaltige Gestalterin 2019" vom Magazin „Businessart" ausgezeichnet.

Von Red. Horn. Erstellt am 02. Dezember 2019 (10:15)
Cornelia Daniel (2. von links) nahm den Preis von Christian Brändstätter (Businessart), Florian Bauer (Sta. Christiana) und Roswitha Reisinger (Businessart) entgegen.
Draper

„Meine Vision ist, auf jedem Gewerbedach eine PV-Anlage zu installieren, inspiriert von Bill Gates, der einen Computer auf jedem Schreibtisch sah.“, beschreibt Cornelia Daniel den Kern ihrer Unternehmung. Ihre Expertise baute sie durch Studien und Jobs in der Photovoltaikbranche in Australien, Italien und Spanien auf, bevor sie 2011 ihr eigenes Solarberatungsunternehmen „Dachgold" gründete. Um ihre Vision zu erreichen, rief sie 2014 die Initiative „Tausendundein Dach" gemeinsam mit dem Photovoltaikanlagenbauer 10hoch4 ins Leben. Das Ziel: bis 2021 sollen 1001 Unternehmensdächer mit PV-Anlagen ausgestattet sein. 

Bisher sind bereits 380 Projekte unterschrieben, noch heuer will Daniel aber die 500er-Marke knacken. Am 1. Juni 2021 soll dann der Erfolg des Projektes gefeiert werden. Mit dem so produzierten Strom will Daniel rund 5.000 Haushalte versorgen. Von der Politik erhofft sich Daniel höhere Ortsnetztarife, kürzere Behördenwege sowie eine solarfreundliche Bauordnung bis hin zur Solarpflicht für alle öffentliche Gebäude. „Es gibt genug Dächer, es gibt genug Geld. Es wäre genug Energie für alle da, auch wenn die Energie den Preis hat, den es braucht.“

Neben dem ökologischen Gesichtspunkt spielt für Daniel auch das Soziale eine wesentliche Rolle. 2018 wurde deshalb eine Kooperation mit „Licht für die Welt" ins Leben gerufen. Pro Dach werden 30 Euro an die Organisation gespendet. Dies entspricht dem Betrag, den man in Teilen Afrikas für jene lebensverändernde Augenoperation braucht, die Menschen ihr Augenlicht wiedergibt.